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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
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träglich hincingcfabelt, die man aber gewiss dortnicht zuerst gefunden hat. Sie lagen nicht in deräußern Natur, sondern in der menschlichen Seele.

Dem Kritiker, der im Decamps'schcn Bildedie Natur vcrmisst, und die Art, wie das Pferddes Hadji-Bci die Füße wirft und wie seine Leutelaufen, als unnaturgemäß tadelt, Dem kann derKünstler getrost antworten: dass er ganz märchcn-trcu gemalt und ganz nach innerer Trauman-schauung. In der That, wenn dunkle Figuren anshellen Grund gemalt werden, erhalten sie schondadurch einen visionären Ausdruck, sie scheinen vomBoden abgelöst zu sein, und verlangen daher viel-leicht etwas unmaterieller, etwas fabelhaft luftigerbehandelt zu werden. Die Mischung des Thierischcnmit dem Menschlichen in den Figuren auf demDecamps'schcn Bilde ist noch außerdem ein Motivzu ungewöhnlicher Darstellung; in solcher Mischungselbst liegt jener uralte Humor, den schon die Grie-chen und Römer in unzähligen Missgcbildcn auszu-sprechen wusstcn, wie wir mit Ergötzen sehen ansden Wänden von Hcrknlanum und bei den Statuender Satyrn, Centanren n. s. w. Gegen den Vor-wurf der Karikatur schützt aber den Künstler derEinklang seines Werks, jene deliciösc Farbenmusik,