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sich blühend und lieblich sind und verbunden zueinem schönen Strauße. Ist aber solche Zusammcn-stimmung immer möglich? Ist der Künstler so ganzwillensfrci bei der Wahl und Verbindung seinergeheimnisvollen Blumen? Oder wählt und verbin-det er nur, was er muss? Ich bejahe diese Frageeiner mystischen Unfreiheit. Der Künstler gleicht jenerschlafwandelnden Prinzessin, die des Nachts in denGärten von Bagdad mit tiefer Licbesweishcit diesonderbarsten Blumen pflückte und zu einem Sclamverband, dessen Bedeutung sie gar nicht mehr wnsste,als sie erwachte. Da saß sie nun des Mvrgens inihrem Harem, und betrachtete den nächtlichen Straußund sann darüber nach, wie über einen vergessenenTraum, und schickte ihn endlich dem geliebten Ka-lifen. Der feiste Eunuch, der ihn überbrachte, er-götzte sich sehr an den hübschen Blumen, ohne ihreBedeutung zu ahnen. Harun Alraschid aber, derBeherrscher der Gläubigen, der Nachfolger des Pro-pheten, der Besitzer des Salomonischen Rings, Die-ser erkannte gleich den Sinn des schönen Straußes,sein Herz jauchzte vor Freude, und er küsstc jedeBlume, und er lachte, dass ihm die Thränen her-ablicfcn in den langen Bart.
Ich bin kein Nachfolger des Propheten, undbesitze auch nicht den Ring Salomonis, und habe