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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
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Zeder Genius muss studiert und nur nach Dein bc-urtheilt werden, was er selbst will. Hier gilt nurdie Beantwortung der Fragen: hat er die Mittel,seine Idee auszuführen? Hat er die richtigen Mittelangewendet? Hier ist fester Boden. Wir modelnnicht mehr an der fremden Erscheinung nach unfernsubjektiven Wünschen, sondern wir verständigen unsüber die gottgcgebcncn Mittel, die dem Künstler zuGebote stehen bei der Veranschaulichung seiner Idee.In den rentierenden Künsten bestehen diese Mittelin Tönen und Worten. In den darstellenden Kün-sten bestehen sie in Farben und Formen. Töne undWorte, Farben und Formen, das Erscheinende über-haupt, sind jedoch nur Symbole der Idee, Sym-bole, die in dem Gcmttthe des Künstlers aufsteigen,wenn es der heilige Weltgeist bewegt, seine Kunst-werke sind nur Symbole, wodurch er andern Ge-müthcrn seine eigenen Ideen mittheilt. Wer mit denwenigsten und einfachsten Symbolen das Meiste undBedeutendste ausspricht, Der ist der größte Künstler.

Es dünkt mir aber des höchsten Preises Werth,wenn die Symbole, womit der Künstler seine Ideeausspricht, abgesehen von ihrer inncrn Bedeutsam-keit, noch außerdem an und für sich die Sinne 'er-freuen, wie Blumen eines Selams, die, abgesehenvon ihrer geheimen Bedeutung, auch an und für