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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
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Still-Lcbcn, Bestien, Landschaften, Porträte, Allesflüchtig, fast pamphlctartig.

Ich wende wich zu

Dclaeroix,

der ein Bild geliefert, vor welchem ich immer einengroßen Volkshanfcn stehen sah, und das ich alsozn denjenigen Gemälden zähle, denen die meisteAufmerksamkeit zn Thcil worden. Die Heiligkeit desSujets erlaubt keine strenge Kritik des Kolorits,welche vielleicht misslich ausfallen könnte. Aber trotzctwanigcr Kunstmängcl athmct in dem Bilde eingroßer Gedanke, der uns wunderbar cntgcgcnwcht.Eine Volksgruppe während den Zuliustagen ist dar-gestellt, und in der Mitte, beinahe wie eine alle-gorische Figur, ragt hervor ein jugendliches Weib,mit einer rothcn phrygischcn Mütze auf dem Haupte,eine Flinte in der einen Hand, und in der anderneine dreifarbige Fahne. Sie schreitet dahin überLeichen, zum Kampfe auffordernd, entblößt bis zurHüfte, ein schöner, ungestümer Leib, das Gesichtein kühnes Profil, frecher Schmerz in den Zügen,eine seltsame Mischung von Phrync, Poissardc undFreiheitsgöttin. Dass sie eigentlich Letztere bedeutensolle, ist nicht ganz bestimmt ausgedrückt, diese Figurscheint vielmehr die wilde Bolkskraft, die eine fatale