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bleiche Schatten dringen hervor, nnd durch die ödenHirnkammcrn schleicht, wie mit gebundenen Füßen,GrctchcirS Geist. Das ist eben das Verdienst desMalers, dass er uns nur den Kopf eines Mannesgemalt hat, und dass der bloße Anblick desselben unsdie Gefühle und Gedanken mitthcilt, die sich in desMannes Hirn und Herzen bewegen. Im Hinter-gründe, kaum sichtbar und ganz grün, widerwärtiggrün gemalt, erkennt man auch den Kopf des Me-phistophcles, des bösen Geistes, des Vaters der Lüge,des Fliegcngotts, des Gottes der grünen Seife.
Gretchen ist ein Scitenstück von gleichem Wcrthc.Sic sitzt ebenfalls auf einem gedämpft rothen Sessel,das ruhende Spinnrad mit vollem Wockcn zur Seite;in der Hand hält sie ein aufgeschlagenes Gebetbuch,worin sie nicht liest und worin ein verblichen bun-tes Muttcrgottcsbildchcn hcrvortröstct. Sic hält dasHaupt gesenkt, so dass die größere Seite des Ge-sichtes, das ebenfalls fast Profil, gar seltsam be-schattet wird. Es ist, als ob des Faustes nächtlicheSeele ihren Schatten werfe über das Antlitz desstillen Mädchens. Die beiden Bilder hingen naheneben einander, und es war um so bemerkbarer,dass auf dem des Faustes aller Lichteffckt dem Ge-sichte gewidmet worden, dass hingegen ans Grct-chcn's Bild weniger das Gesicht, nnd desto mehr