tisch, und man ficht, dass aus dm trübsinnigenFarbcn ein lichtes Gemüth hervorbricht, wie Son-nenstrahlen aus Ncbclwolkcn. Jene mürrisch gefegte,gewischte Malerei, jene todmüden Farbcn mit un-heimlich vagen Umrissen, sind in den Bildern vonFaust und Grctchcn sogar von gutem Effekt. Beidesind lebensgroße Kniestückc. Faust sitzt in einemmittclaltcrthümlichcn rothen Sessel, neben einem mitPcrgamcntbttchcrn bedeckten Tische, der seinem lin^kcn Arm, worin sein bloßes Haupt ruht, als Stützedient. Den rechten Arm, mit der flachen Hand nachaußen gekehrt, stemmt er gegen seine Hüfte. Ge-wand scifcngrttnlich blau. Das Gesicht fast Profilund schnnpftabacklich fahl; die Züge desselben strengedel. Trotz der kranken Missfarbc, der gehöhltenWangen, der Lippcnwclkhcit, der eingedrückten Zer-störnis, trägt dieses Gesicht dennoch die Spurenseiner ehemaligen Schönheit, und indem die Augenihr holdwehmüthigcs Licht darüber hingießcn, siehtes aus wie eine schöne Ruine, die der Mond be-leuchtet.
Ja, dieser Mann ist eine schöne Mcnschcnruinc;in den Falten über diesen verwitterten Augbraucnbrüten fabelhaft gelahrte Eulen, und hinter dieserStirnc lauern böse Gespenster; um Mitternacht öff-nen sich dort die Gräber verstorbener Wünsche,