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9 - 14 (1853) Georg Christoph Lichtenberg's ausführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche, mit verkleinerten aber vollständigen Kopien derselben von E. Riepenhausen
Entstehung
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der Bühlen«. 5. Platte. 205

aufbewahrt hat. Es ist ein jüdischer Ostcrkuchcn, Mazzen oderMazkuche« heißen sie hier und da, die von dortigen Inden (sowie in manchen Gegenden Deutschlands) jahrlich an ihre Knu-den, mehr als Vorbild von Ersatz, als zum Ersatz selbst ver-schickt, und von letztern dafür nicht als Eßwaarc, sondern kaumals Embleme von Eßwaare mit vieler Toleranz behandelt wer-den. In England machen die Rechtgläubige» vom viertenStande Fliegenfallen daraus, vcrmnthlich dadurch,

daß sie dieselben mit etwas Klebrigem bestreichen, oder wenig-stens mit etwas, das den trocknen Kleister einige Zeit in Auf-lösung erhält. Nichols hat sie verschiedentlich zu diesem Ge-brauch von Leuten aus dieser Elaste angewendet gesehen. Obnun Hogarth dadurch bloß auf die Standesgcsinnungen derBewohnerin dieses Zimmers hat hinweisen wollen, deren gan-zes Christenthum bis auf dieses edle Nestchen, ein Bischen Ju-denverachtung, geschmolzen war, oder ob, welches mir wahr-scheinlich ist, der Kuchen zugleich als Ncstchcn der ehemaligenHerrlichkeit auf der zweiten Platte da oben hängt, überlasse»wir gerne der Entscheidung des Lesers. Allemal mußte derkleine Mond vieles Licht nach dem Krankenbette reflcctircn, undals Hesperus für die Sterbende, stark in das Gewisse» leuch-ten, das, wie man sagt, an den Abendstunden des Lebens sehrempfänglich für solche Reflexionen sein soll. Im Wirths-hause zur Glocke wurde sie betrogen, und das war ein Un-fall! im portugiesischen Tempel, auf den dieses Gestirn hin-weist, betrog Sie, und fehlte auf eigene Rechnung, und daswar ein Verbrechen.

Daß es aus diesem Zimmer doch auch schon wieder lustigerzugegangen sein muß, als jetzt, oder vorher im Zuchthause,davon findet sich ein unumstößlicher Beweis an der Decke dcssel-