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3. Heft (1789) [Mit Prospekten ; nebst Zusätzen und Verbesserungen zum zweyten Heft]
Entstehung
Seite
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starb den g i. Oct. i Sz i.. Er hinterließ fünfzehn minderjährige Kinder, näm-lich sechs Söhne und neun Töchter- lieber diese fünfzehn Kinder führte dieWittib mit dem Grafen Reichard von Leiningen die Vormundschaft. HermannsII. Sohn

XIX.) Friedrich II. der den Graflich-Wiedifchen Stamm fortpflanzte, er«hielt den Wiedifchen oder ietzigen Wied > Neuwiedischen, sein Bruder Moriz Chri-stian aber den Wied-Runkelischen oder Dierdorfischen Antheil im I. i6z3 (nachPhil. Ludwigs, seines Vetters Tod.) Unser Friedrich II. aber erhielt von seinesBruders Moriz Christian Sohn Ludwig Friedrich, gegen ein iahrliches Deputatauch den Dierdorfischen Antheil der Grafschaft. Friedrich II. war 1618 gebo-ren; er ist der Stammvater aller ietzt noch lebenden Grafen von Wied , und ver-mählte sich viermal, nämlich

a) 16Z9 mit Maria Iuliana, Gräfin von Leiningen - Westerburg ? 16.

Jul. 1657.

b) l66Z .mit Philippina Sabina, Gräfin von Hohenlohe-Schillings«

fürst 524 Nov.' 1632.

c) 168Z mit Maria Gabina, Gräfin zu Solms - Hohensolms 5 den 19.

Jan. i685-

ä) 168 6 mit Conradine Louise, Gräfin von Bentheim 5 Tecklenburg geö.

28 Apr. 1647 f 2 Nov. 1705. auf ihren Wittwensitz zu Braunsberg, be-graben zu Neuwied.

Mit der ersten Gemahlin erzeugte er fieben Söhne und acht Töchter, mit derdritten Gemahlin aber Friedrich Wilhelm geb. 1684-

Friedrich II. erlebte den ganzen dreysigiahrigen Krieg, wohnte meistens aufdem Schloß Braunsberg, erbaute das im Krieg hernach wieder verbrannte Schloß«nd die Stadt Neuwied an dem Ort, wo ehemals ein Dorf, Namens Langendorf,lag, und versah sie mit Privilegien, ferner das eine halbe Stunde unterhalb Neu-wied, am Rhein gelegene Schloß Friedrichstein, (welches ietzt gar nicht mehr be-wohnt wird.) Im I. 1664 fielen ihm nach dem Ableben des Grafen Ernsts von derIsenburg - Grenzauischen Linie alle desselben Reichslande zu; er ward abervon Churtrier aus dem Besitz geworfen. Mit feiner ersten Gemahlin erzeugteer Georg Hermann Reinhard, seinen Erstgebornen (geb. 9 Jul. 1640 -1 7. Inn.1690 ) Dieser ist der Stifter der ietzc blühenden Wied - Runkelischen oderDierdorfischen Linie. Wet! aber Friedrich II. Ursache zu haben glaubte, mitseinem Ei st^ebornen unzufrieden zu senn, vermachte er in einem Testament seinem mit