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3. Heft (1789) [Mit Prospekten ; nebst Zusätzen und Verbesserungen zum zweyten Heft]
Entstehung
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der ersten Legion Frmme lo^ionis, ventnm. Weis nun TaeitUs

oben I. Z9 ) gesagt hatte, daß die erste und die zwanzigste Legion ihr Win-

terlager Hey dem Altar der Ubier gehabt hätte: so schloß man gleich, der Altarder Ubier sey bei) Bonn gewesen, und legte die Scene des zwenten schandlichen Auf-ruhrs dieser Legionen nach Bonn; ohne zu bedenken, daß BvNN erst 56 Jahrespater vorkommt; daß es damals vielleicht noch gar nicht epistirte; daß, wenn unterdein Kaiser Vespasian die erste Legion ihr Winterlager zu Bonn hatte, noch nicht dar-aus folge, daß diese nebst der zwanzigsten Legion auch schon zu den Zeiten Tibers da-selbst überwintert haben; daß endlich TacitUö /. g7.) bei) der Beschrei-bung des abgedachten Aufruhrs ausdrücklich sagt, Cäcina habe die oft erwähntenLegionen nach Cölln (m cütt'tMem ^Tnonn»?) zurückgeführt. Wer gegen so klareBeweise blind seyn kann, zeigt eine seltsame Vorliebe für seine Vaterstadt, wenn erdieselbe zum Schauplatz alier merkwürdigen Begebenheiten aus den alleralresten Zei-ten machen will.

Die den Altar der Ubier nach Unkel heraufrücken, berufen sich auf einenVers des Virgils (^cke/:ew/o5 /, 109,) Laxa vocant Itali, nmäÜZ gnae in NriLtl-Uns, a?-K5, und sagen, der, unweit des linken Rheinufcrs, im Rhein liegende soge-nannte UnkelsteiN/ der eigentlich nichts als eine Sammlung von Basalten ist, (S.das I. Heft) sey die gewesen. Ohne zu gedenken, daß der Unkelstein

8 Stunden ober Cölln liege und daß also die oben angeführten Stellen des Ta-citUs dieser Meynung widersprechen, wird diese VermuthklNg auf einmal widerlegt,wenn man bedenkt, daß der Altar der Ubier ein Opseraltar war, woran eiaenePriester feyerliche Opfer verrichteten. Segimundus, ein Sohn des Segestes,war auch dazu gewählt worden: aber er zerriß die heilige Binde und floh zu denNebellen. (VBL1V V8 I. 57.) Bnno guo Oermam'ae äolLmore, kaLoräoz

apuä aram creatns, rupcrat vittas, prokngus ack rebelles. An den Uw

kelstein ist also ganz und gar nicht zu gedenken.

Es bleibt also nichts übrig, als daß wir den Altar der Übler zu Cölln suchen;und der berühmte Freyherr V0N HÜpsch scheint der Wahrheit am nächsten gekom-men zu seyn, wenn er ihn in der Gegend der Stadt setzt, die noch heut zu Tageden Namen Aar oder Ahr führt; welche Benennung von dem Lateinischen Wort:

herzukommen scheint; wie man denn zu Cölln noch mehrere, offenbar aus denZeiten der Römer herkommende Worte und Namen hat.

Hieraus folgt, daß die alten Traditionen vom Godesberg ganz ungewiß undmit den Traditionen und Sagen andrer Völker in eine Classe zu setzen sind; denn

die