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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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788
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Beschreibung und Gebrauch der astronöm. Instrumente. §. 234.

sich davon weiter keine Rechenschaft geben konnte, so hat man sie aufRechnung des Zufalls gestellt, ohne sich weiter um die Ursache dieserErscheinungen zu bekümmern. Allein als Laplace die Wahrscheinlich-keitsrechnung auf diesen Gegenstand anwendete, fand er, daß man meh-rere Millionen gegen die Einheit wetten kann, daß diese Erscheinungnicht dem blinden Zufalle zuzuschreiben sey. Diese sehr große Wahr-scheinlichkeit bewog ihn, die eigentliche Ursache dieses Phänomens auf-zusuchen; und auf diesem Wege war es, daß er zu der schönen und sinn-reichen Erklärung von dem Ursprünge unseres Planetensystems gelangte,die wir oben (H. 150) auseinander gesetzt haben.

Auf diese Weise ist die neue Analyse nicht nur ein mächtiges Mit-tel in der Hand des Geometers geworden, sich von den bisher unver-meidlichen Beobachtungsfehlern unabhängig ;u machen und den auf siegegründeten Untersuchungen die letzte Vollendung zu geben, sondern siehat uns auch bereits, als Veranlassung zu Entdeckungen, die ohne ihreHülfe vielleicht immer unbekannt geblieben wären, die nützlichsten Dienstegeleistet, und Alles berechtiget uns zu der Hoffnung, daß der Nutzen, denwir von ihr für die Zukunft erwarten, noch weit größer seyn werde,wenn es uns einmal gelungen seyn wird, unsere Instrumente und un-sere Beobachtungskunst, die wir bisher nur auf die Welt im Großenbeschränkt haben, auch auf die Elemente, aus welchen die Körper desUniversums bestehen, fortzusetzen, und wenn einmal, unter dem fort-dauernden Schutze des Genius der Menschheit, ein neuer Newton unteruns sich erheben sollte, um uns durch seine Entdeckungen, so wie Jenerdie Gesetze der materiellen Welt, auch die der geistigen zu offenbaren.Sechs Jahrtausende, nach der gewöhnlichen Zeitrechnung, sind vergan-gen, bis Jener erscheinen konnte, um den ersten Schleier zu lüften, mitwelchem die Natur ihre Geheimnisse vor den Augen der Sterblichen ver-barg: andere Jahrtausende werden vielleicht erfordert, um auch diesenzweiten, dichteren Schleier zu heben. Aber die ohne Zweifel sehr großenSchwierigkeiten, um dieses jetzt von uns noch zu ferne Ziel zu erreichen,werden die immer vorwärts strebenden Bemühungen der Menschen ebenso wenig zurück halten, als es die gewiß auch nicht geringen Hindernissezu thun vermochten, welche unsere schwächeren und mit weniger Hülfs-mitteln ausgerüsteten Vorgänger bei der Entdeckung des Gesetzes derallgemeinen Schwere zu besiegen hatten. Seit dieser großen und für alleZeiten merkwürdigen Epoche hat man gefunden, daß dieses Gesetz nichtnur die Bewegung der himmlischen Körper, selbst in ihren scheinbarenAusnahmen, mit einer bewunderungswürdigen Genauigkeit darstellt,sondern man ist auch bereits, wenn gleich nicht zu dem Beweise, dochzu der sehr gegründeten und durch zahlreiche Beobachtungen bestätigtenVermuthung gelangt, daß dasselbe Gesetz, unter zweckgemäßen Modifi-kationen, auch die Anordnung der kleinsten, die Körper konstituirendenTheilchen und die regelmäßige Bildung der Krystalle in sich schließt.Könnten nicht auch die Bewegungen der Nerven thierischer Körper den-selben oder doch ähnlichen Gesetzen der Dynamik unterliegen? Könntenicht auch dieselbe allgemeine Kraft, welche die Ursache des Zusammen-hangs und der Bewegung der Körper ist, welche das Wachsthum unddie Gährung derselben bestimmt, könnte sie nicht auch jene inneren Be-wegungen und Veränderungen ihrer feinsten Theile bestimmen, und sogleichsam die dreifache uns umgebende Welt einen einzigen, gemein-schaftlichen Ursprung haben? Die Bewegungen, welche die Nerven-vibrattonen dem Muskelsysteme, und durch dasselbe den äußeren, frem-den Körpern mittheilen, dürfen vielleicht als bloße Entwicklungen feine-