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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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780
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78Y Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. §. 232.

ab, welche letzte nur schwer einer Berechnung unterworfen werden kön-nen. Doch gibt es auch hier einige allgemeine Gesetze, die schon dergemeine Verstand vorschreibt und die von der Analyse bestätiget werden.Wenn es z. B. den Wählenden an Einsicht fehlt, wenn das Amt be-sonders wichtig ist, wenn die Sache, die man dadurch zu erreichen sucht,mit allgemein angenommenen Vvrurtheilen im Streite liegt, dann wirddie gewöhnlich beliebte Mehrheit der Stimmen desto eher auf Irrwegeführen, je größer die Anzahl der Stimmenden ist. Daher sollten größe-ren Versammlungen nur solche Dinge zur Entscheidung überlassen wer-den, die der größere Theil der Menschen bereits näher kennt, und auseben dieser Ursache daher sollte vorzüglich diejenige Klasse der mensch-lischen Gesellschaft durch Bildung und wahre Aufklärung sich auszeich-nen, die durch ihre Stellung in der Gesellschaft, über das Schicksal derandern zu entscheiden bestimmt ist.

Die sicherste Art, unter mehreren vorgeschlagenen Kandidaten Einenzu wählen, ist die, wo jeder Wähler die Namen dieser Kandidaten auf-schreibt und ihnen diejenigen Zahlen beisetzt, die, nach seiner Ansicht, dieVerdienste der Kandidaten zu dieser Wahl ausdrücken sollen. Wennz. V. vier Wähler über drei Kandidaten folgende Liste eingeben:

Wähler

?.

II.

III.

IV.

^ .

10

4

3

3

L .

5

7

6

7

O .

2

3

t>

5

so hat der erste Kandidat 20, der zweite 25 und der dritte 12 Stimmen,also der zweite die meisten und der dritte die wenigsten, daher der zweitegewählt wird. Wenn aber die Wähler ihre Liften nur so abgeben, daßder zuerst stehende Kandidat als der würdigste, der zweite als der nächst-würdige gehalten wird, wenn z. B. jene vier Wähler folgende Listeeingeben:

' ^'

Wähler I.

II.

III.

IV.

II

L

0

1;

so denkt man sich von dem untersten Kandidaten einer jeden Reihe an-zufangen, die Zahlen l, 2, 3 beigeschrieben und verfährt, wie zuvor.Auf diese Weise hat der Kandidat ^ die Zahlen 2, 3, 2 und I also 8Stimmen, L aber 9 und 0 endlich 7, also hat L wieder die meistenund 0 die wenigsten Stimmen.

Da aber die Interessen der Wähler und andere, den Verdienstender Kandidaten oft ganz fremde, Rücksichten den Zweck, den man durchdiese Wahlen erreichen will, oft stören, so möchte es im Allgemeinenimmer am gerathenften seyn, bei den Wahles durch absolute Stimmen-mehrheit stehen zu bleiben, wodurch wenigstens diejenigen Kandidatenentfernt werden, welche die Majorität der Stimmen zurückweiset.

H. 232. (Wahrscheinlichkeirsrechnung bei Urcheilssprüchen.) In solchenGerichten, wo wichtige und schwere Verurtheilungen ausgesprochen wer-den, müssen offenbar auch die stärksten Gründe'für die Existenz der zustrafenden Schuld vorausgehen, besonders bei Todesstrafen, wo kein Er-satz mehr möglich ist. Mathematische Gewißheit ist hier meistens un-möglich, und doch muß das Urtheil gefällt werden, weil durch die Unge-straftheit des Verbrechers die Sicherheit der Gesellschaft leidet. Manmuß also wenigstens so starke Beweise für die wirkliche Existenz der