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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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774
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774 Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. §. 228.

genauer kennen lernen. Noch fehlt es uns zu sehr an Beobachtungenund Erfahrungen, um die Natur von dieser uns so nahen und zugleichso interessanten Seite, um unsere eigene innere Natur mit Nutzen stu-dieren zu können. Das würde dermaleinst eine ganz andere Physiologiehöherer Art geben und uns eine ganz neue Welt von Kenntnissen öffnen.Was stünde da zu erwarten und wie beneidenswerth müßten uns unsereEnkel erscheine», wenn sie einmal dahin gelangen sollten, die Erschei-nungen und Gesetze dieses inneren Organismus zu erkennen und aus ihndie Kraft der Analyse und unsere Wahrscheinlichkeitsrechnung eben soanzuwenden, wie wir sie bisher, nach Newton's Beispiel und Anleitung,auf die Erscheinungen der Außenwelt, auf die Gesetze der Bewegungender Himmelskörper angewendet haben.

Allein so wie die Astronomie, so lange sie in den Händen der grie-chischen Philosophen war, die nur raisonniren, aber nicht beobachtenwollten , unfruchtbar blieb, so lange wird auch diese höhere Physiologie,oder die eigentliche Psychologie des Menschen, in ibrer bisherigenNacht verborgen bleiben, bis man eine hinlängliche Masse guter Be-obachtungen und Erfahrungen über diesen Gegenstand gesammelt habenwird. Noch fehlt es uns beinahe gänzlich an denselben, und selbst dieInstrumente, mit welchen man diese Beobachtungen anstellen soll, sinduns größtenteils noch unbekannt. Die Erscheinungen, um die es sichhier handelt, werden überdieß zu den gewöhnlichen und alltäglichen ge-zählt und entgehen eben dadurch unserer Aufmerksamkeit, obschon sie der-selben in dem höchsten Grade würdig sind, da wir nur durch sie zu einernähern Kenntniß unser selbst kommen können. So lange wir bei irgendeiner Untersuchung der Natur, der äußeren sowohl als auch der inne-ren, nicht messen und wägen können, so lange können wir auch nichtrechnen, und wo Rechnung fehlt, fehlt das Beste, fehlt nur nicht ebenAlles. Vielleicht ist das sicherste Mittel, diese Messungen vorzunehmen,in uns selbst verborgen, und wir haben bisher nur nicht Geschicklichkeitgenug gehabt, es gehörig anzuwenden. Die thierischen Nerven sind viel-leicht die feinsten Instrumente, die man zur Beobachtung der Natur ge-brauchen kann, besonders wenn sie durch irgend einen Zufall in denStand einer höheren Reizbarkeit versetzt werden. Durch sie hat man dieäußerst schwache Elektricität entdeckt, welche durch die Berührung zweierheterogenen Metalle erregt wird, und sie sind es auch, die uns jene son-derbaren Erscheinungen kennen gelehrt haben, die wir, so wenig wirauch noch von ihnen wissen, dem thierischen Magnetismus und dem Ein-flüsse der Sonne und des Mondes auf verschiedene Krankheiten zuschrei-ben. Diese Wirkungen sind, wenn sie anders in der That existiren,ohne Zweifel nur sehr schwach, und sie können daher leicht verkannt undvon einer zu lebhaften Phantasie auch wohl überschätzt werden: aberdieß kann kein Grund seyn, sie, wie Manche gethan haben, ohne alleweitere Untersuchung zu verwerfen. Wir sind noch so weit entfernt, alleAgentien der Natur zu kennen, daß es durchaus nicht gebilliget werdenkann, die Existenz solcher Erscheinungen bloß aus der Ursache zu läug-nen, weil sie uns, bei dem gegenwärtigen Zustande unserer Kenntnisse,noch unerklärbar oder unglaublich erscheinen. Auch hier soll man essich daher, nach jenem goldenen Wahlspruche, angelegen seyn lassen, Al-les zu prüfen und das Beste zu behalten. Wie vieles ist in unseren^agen als eine ausgemachte Wahrheit selbst bis zu dem gemeinstenManne vorgedrungen, was in der Vorzeit als Thorheit verlacht oderals Irrthum verfolgt worden ist, und umgekehrt. Man denke nur anunsere ehemaligen Astrologen, Zauberer, Traumdeuter, an unsere dämo-