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§. 2l7. Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. 757ebe nfalls die Eigenschaft, daß sie nach gewissen Gesetzen fortgehen und
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unrichtigen Cintheilung desselben, die gewöhnlich von einer falsche:lung des Kreises zur Theitmaschine kömmt u. f. w. So langedas Instrument mit allen seinen Eigenthümlichkeiten nicht vollkommenbekannt und sein Gebrauch völlig gesichert ist, wird man nie entscheidenkönnen, ob diese periodischen, nach einem gewissen, wenn gleich noch viel-leicht unbekannten Gesetze, fortgehenden Fehler der Beobachtungen, bloßvon dem Instrumente kommen, oder ob sie in der Natur der Erschei-nungen selbst gegründet sind, und so lange man diese beiden Fehler nichtunterscheiden und von einander trennen kann, ist auch ein wahres Fort-schreiten unserer Kenntniß der Narnr unmöglich.
H. 217. (Beobmbttingsfehlcr der zweiten Art.) Allein es gibt nocheine ganz andere Gattung von Fehlern, die man bei allen unseren Be-obachtungen antrifft, und die siel: von den bisher betrachteten wesentlichunterscheiden, indem sie keine Periode beobachten und nach keinem be-stimmten Gesetze fortgeben, sondern vielmehr ganz dem Zufalle überlas-sen zu seyn scheinen. Die Fehler, mit welchem unser Auge den Augen-blick auffaßt, wo der Stern eben durch den Faden geht, oder die, mitwelchem unser Ohr die Pendelschläge der Uhr vernimmt, nach welebenwir die Zeit der Beobachtung bestimmen, selbst der Wechsel der Wit-terung, der in der Refraktion, und der Wechsel der Temperatur, der indem Instrumente augenblickliche Veränderungen hervorbringt; ferner derMangel oder auch eben sowohl die zu große Gespanntheit unserer Auf-merksamkeit im Augenblicke der Beobachtung, und unzählige andere ähn-liche Ursachen werden die Resultate dieser Beobachtungen bald etwasgrößer, bald wieder etwas kleiner geben, als sie der Wahrheit gemäßseyn sollen. Wenn man z. B. die Polhöhe einer Stadt aus mehrerenauf einander folgenden Beobachtungen nach der oben (I. §. 44) ange-zeigten Methode, schon mit gehöriger Rücksicht auf die oben erwähntenFehler des Instruments
am ersten Tage 48° 12' 35" *
zweiten . 48 12 33dritten . 48 12 34
gefunden hätte: welche von ihnen soll man nun als die wahre oder dochals die der wahren nächste betrachten? — Da die unbekannten Fehlereiner jeden einzelnen dieser Beobachtungen, so groß auch die Anzahl derletzten seyn mag, nach keinem merkbaren Gesetze fortgehen und, wennsie, wie gesagt, nur zufällig entstanden sind, auch nicht fortgehen kön-nen, so können sie, wie es scheint, auch keiner weiteren Berechnung, mchteinmal einer bloßen Schätzung unterworfen werden. Wie vortrefflichdaher auch unser Instrument seyn mag, und welche Mühe und Einsichtwir auch auf die Behandlung desselben verwendet haben mögen, dieseFehler können nicht weggebracht werden, sie wurzeln gleich mm rn un le-rer eigen-en Natur, in der Unvollkommenheit unsere^ sinnlichen sowohlals unserer geistigen Operationen, und sie werden also auch immer undin ihrer ganzen Stärke ans die Resultate unserer Beobachtungen ein-,wirken und dieselben selbst fehlerhaft machen.
Eine einfache Betrachtung scheint uns übrigens hier einen Ausweg,aus diesen Irrgängen zu bahnen. Da die Fehler, von welchen die Redeist, zufällig sind und die gesuchten Resultate zuweilen vergrößern und
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