756 Beschreibung und Gebrauch der astronvm. Instrumente. §. 21s.
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währenden Aenderungen unterworfen ist, Aenderungen, von welchen unsdie von Newton begründete und von seinen Nachfolgern weiter ausge- n« ^bildete Theorie die vollständigste Rechenschaft gibt. — Eben so hat manvielleicht sehr bald bemerkt, daß alle Fixsterne ihren täglichen Weg umdie Erde in Kreisen zurücklegen, und wir haben gesehen, welche Mühe 1^?es unsern Vorgängern kostete, sich von dieser Täuschung zu befreien und ^diese Erscheinung durch die tägliche Umdrehung der Erde um ihre Axe »Ml ^zu erklären. Erst spät erkannte man mit Hülfe neuer, besserer Jnstru-mente, daß diese sogenannten Kreise der Fixsterne auch eine Art von el- -
liptischer Gestalt hatten, und dadurch wurde man auf die Entdeckung der »M.Refraktion geführt, ohne deren Kenntniß jede weitere Ausbildung derAstronomie so gut als unmöglich gewesen wäre. Nun glaubte man end- -
lichj, die krummen Linien, welche die Gestirne in ihrem täglichen schein-baren Laufe um die Erde beschreiben, vollkommen bestimmt zu haben 5 sst
und jeden Punkt derselben mit der größten Schärfe angeben zu können.
Allein als Bradley in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in den Be- !sitz des besten Instrumentes seiner -Zeit gelangte, entdeckte dieser vortreff- -
liehe Beobachter noch zwei andere Bewegungen der Fixsterne, durch welche
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Nutation (I. H. 193) bei alten unseren Beobachtungen täglich berück-sichtigen und ohne deren Kenntniß die Astronomie nie denjenigen Gradder Vollkommenheit erhalten hätte, deren sie sich jetzt erfreut. Unsere ^
späten Enkel werden dereinst noch die eigenen Bewegungen eines jeden Äüich''dieser Fixsterne hinzufügen, von welchen wir jetzt noch so wenig wissen,und sie werden ihre Zeitgenossen über die Bewegung des ganzen Sonnen-systems im Weltraume belehren, über deren Größe und Richtung wirnoch ganz im Dunkeln sind. Mr,
Auf diesem Wege der allmähligen Verbesserungen also ist unsere W 'c -gegenwärtige Kenntniß der Astronomie entstanden. Wenn eines jener aus -sogenannten Gesetze der Natur gefunden war und wenn, oft erst nach Mn?!mehreren Jahrhunderten, neue und begere Beobachtungen uns auf Aus- M änahmen von diesem Gesetze führten, so stellten diese Ausnahmen sich zu-erst unter der Gestalt von Fehlern der Beobachtungen dar, für welchesie auch in der That, so lange man noch keine Ursache von solchen Aus-nahmen kennt, gehalten werden müssen. Wenn aber diese vermeinten
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Natur selbst zu suchen und jenes hypothetische Geseü der Natur dahin Ä,
zu verändern, daß dasselbe nicht nur jene Erscheinungen in ihren ersten »chs^,.
rohen Zügen, sondern daß es auch diese sogenannten Ausnahmen darzu- ÄW'ch
stellen vermag, wodurch dann wieder den Beobachtungen so lange genug ^hn ^ -gethan wird, bis eine neue Verbesserung der Instrumente oder eine neue
Verfeinerung der Analyse uns neuerdings zu anderen Ausnahmen führt, lA;
deren Darstellung denn auch wieder eine neue Modistkation der vorher- Nr,
gehenden Hypothese nothwendig macht. alsH '
Zu diesem Fortschreiten in der Erkenntniß der Natur gehört aber, in
wenn sie sicher seyn soll, vor allem die oben erwähnte innige Bekannt- wichslschast des Beobachters mit seinem Instrumente. Denn die meisten der-
jenigen Bevbachtungsfehler, die bloß von einer Unvollkommenheit in . ^
dem Bau oder in der Aufstellung der Instrumente entspringen, haben ,
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