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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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753
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§. 215

Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente,

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wird man also zuerst diese beobachtete Distanz ebenfalls auf den Mit-telpunkt der Erde reduziren müssen.

Ohne uns hier dabei aufzuhalten, wie diese Reduktion gefundenwird, wollen nur annehmen, daß sie für unseren Fall 0° 12' 20" betrage,

so daß also diese beobachtete Distanz, von dem Mittelpunkte der Erdegesehen, gleich 28° 42' 30" ist.

Dieses vorausgesetzt, fragt es sich nun, wie viel es in Paris mitt-lere Zeit ist, wenn sie geocentrische Distanz der Sonne und des Mondesan jenem Tage 28° 42' 30" beträgt. — Dieß findet man aber sehr

der sechsten Morgenstunde nur um 0° 51' 50" verschieden ist. Dieß gibtnämlich die Proportion

3° 30' 45": 65 — 0° 51' So": x

woraus folgt, daß x gleich 1^ 28' 32.5" ist, welche Zeit dann, zu 6^ ad-dirt, die gesuchte korrespondirende mittlere Pariser Zeit jener Beobach-tung zu?5 28' 32.5" gibt. Wir haben demnach für diese Beobachtung

mittlere Schiffszeit . . . !9^ 3' 40" Abendsmittlere Pariser Zeit. . 7 28 32.5" Morgens

Differenz 1!> 35' " 7.5"

und dieß ist daher zugleich die gesuchte Länge des Schiffs von Paris undzwar östlich von Paris, da die Ortszeit^ des Schiffs großer ist, als dievon Paris. Multiplicirt man diese Differenz durch 15, so erhält manfür die Ortsbestimmung des Schiffs

östliche Länge von Paris 173° 46' 52.5"nördliche Breite ... 9° 30' 0".

Die Karte zeigt, daß das Schiff zu jener Zeit in der Nähe der In-sel Ulul, einer der Karolinen-Inseln war, die zwischen den Marianen- undMulgraves-Inseln liegen.

Das Vorhergehende wird, wie wir glauben, hinreichen, dem Lesereinen genügenden Begriff von diesen interessanten Bestimmungen undüberhaupt von den vorzüglichsten Beschäftigungen des prakti>chen Astro-nomen und Seefahrers zu geben. '215. (Beobachtungsfehler der ersten Art.) Doch wird man darumnicht' glauben, daß damit das Geschäft des wahren astronomischen Be-obachters auch schon völlig geschlosten ist. Seine Pflichten sind eben soausgebreitet und mannigfaltig, als der Gegenstand, mit welchem er sichbeschäftiget, und seine Untersuchungen sind in vielen, ja in den meistenFällen der Art, daß sie praktische Geschicklichkeit und theoretischen Scharf-sinn in einem Grade erfordern, der nur selten in einem und demselbenMenschen vereinigt angetroffen wird. Hier wird es genügen, nur einigeder großen Hindernisse, die er beinahe täglich und in allen leinen Unter-nehmungen zu besiegen hat, wenigstens im Allgemeinen anzuzeigen. —Da kein Menschenwerk irgend einer Art vollkommen ist, so können wirdieß auch von unseren astronomischen Instrumenten, selcht von den be-sten, nicht erwarten. Ja wenn es auch einmal irgend einem glücklichenKünstler zufällig gelingen sollte, ein in allen seinen Beziehungen fehler-freies Instrument herzustellen, so würde dasselbe doch keine Dauer habenund in der nächsten Stunde vielleicht schon wieder einer Menge, wenig-stens kleiner Fehler unterworfen seyn. Die immer wechselnden Fluktua-

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