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752 Beschreibung und Gebrauch der aftronom. Instrumente. §. 214.
fer handelt es sich also vorzüglich um ein Verfahren, welches jeden Tag, ikl'ja jede Stunde angewendet werden kann, und welches zugleich so genaueResultate gibt, als nöthig ist, ihm über den Lauf seines Schiffes und 'über die ihn umgebenden Gefahren wenigstens in den meisten Fällensicher zu stellen.
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Dieses Mittel hat schon Halley in den Beobachtungen der Distan- -
zen des Mondes von den vorzüglichsten Fixsternen gefunden. Allein zu /
seiner Zeit, zu Ende des I7ten Jahrhunderts, war die Theorie des Mon- '>il xdes noch zu unvollkommen, um diese Methode mit Nutzen gebrauchen '
zu können. In unseren Tagen aber sind die Bewegungen des Mondes ^
bereits so gut bekannt, daß dieses Verfahren, die geographische Länge > »r '
zu bestimmen, mit Sicherheit angewendet werden kann und auch in der Av :.t
That von allen erfahrenen Schiffern vorzugsweise angewendet wird. Manverfährt aber dabei auf folgende ^Weise. ^ch
Da man aus den astronomischen Tafeln, den Ort des Mondes so-wohl, als den der Fixsterne, wie er aus dem Mittelpunkte der Erde er-scheint, für jeden Augenblick leicht finden kann, so wird man daraus «riük .auch, durch eine einfache Rechnung , den Abstand finden, um welchen für iill> !iidiesen Augenblick der Mond von jedem jener Sterne entfernt ist. Die "
Astronomen haben daher in ihren Ephemeriden diese Distanz des Mon-des, sowohl von etwa zehn bis zwölf der größten Fixsterne, als auch vonder Sonne und von den größten Planeten für jeden Tag von 6 zu 6Stunden voraus berechnet und durch den Druck bekannt gemacht, damitdie Schiffer diese Tafeln auf ihren Reisen mit sich nehmen, und dann „M'si'lihre künftigen Längenbestimmungen darauf gründen können. Nehmenwir an, daß man auf diese Art die von dem Mittelpunkte der Erde ge- m wi-,sehene Distanz des Mondes von irgend einem anderen Gestirne, z. B.von der Sonne für folgende Zeiten durch Rechnung voraus gefunden habe:
Mittlere Pariser Zeit geocentr. Distanz Gd
18ten August Mitternacht 0^ 24° 30' 10" K
Morgens 0 27 50 40 selül
Mittag« ,2 „ 2. 2S
Abends tt 35 2 4V
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Es habe nun ein Schisser in dem sogenannten großen Ocean zuerst .
dann, um 7'» 3' 40" seiner mittleren Ortszeit in den Abendstunden, mit A-i, > -seinem Sextanten die Distanz des Mittelpunkts der Sonne und des j "s, "Mondes gleich 28° 30' 10" beobachtet.
Man sieht schon aus dieser Distanz, die gegen 7" Abends derSchiffszeit genommen wurde, da sie zwischen die zweite und dritte der -
oben berechneten Distanzen fällt, daß es, zur Zeit dieser Beobachtung, «U "in Paris zwischen 6 und 12 Uhr und zwar nahe 7 Uhr Morgens qe- Äüis .wesen seyn müsse, so daß also das Schiff nahe 12 Stunden mehr zählt, '
als Paris, oder daß das Schiff nahe in der östlichen Länge von 12^- von
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Paris gewesen seyn'müsse. ' " ' """ " """ k»
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Allein diese bloße Schätzung, die man übrigens durch eine einfache
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Proportion leicht genau berechnen könnte, würde doch sehr unrichtig seyn.
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Denn jene voraus berechneten Distanzen beziehen sich, wie gesagt, aufden Mittelpunkt der Erde, während die hier auf dem Schiffe beobach- »iiss
tete nicht von dem Mittelpunkte, sondern von der Oberfläche der Erde xMr ^gesehen wurden, und daher mit jener nicht unmittelbar verglichen wer- ^ z/-den können. Um diese Vergleichung beider Distanzen richtig anzustellen, ?
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