Druckschrift 
Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
739
Einzelbild herunterladen
 

,'X' ., -i ^ ^ ^

^ "v

« I

<

!e-

§. 206. Beschreibung und Gebrauch der astronvm. Fnstrumeure.

7.3«)

decken, der Winkel, welchen beide Spiegel mit einander bilden oder, wasdasselbe ist, daß dann der Winkel <)§M der Alhidade mit jener Linie<st) des Anfangspunktes der Theilung d. h. also, daß der von dem Ver-nier AI der Alhidade von jenem Anfangspunkte () an durchlaufene Bo-

.0

chx »

A

isdrt

D

'.1

ÄS

schon als em ganzer betrachtet wird, so daß daher der au dem Instru.

mente unmittelbar abgelesene Bogen auch sofort gleich dem gesuchten

Winke! ill'Iv ist, welchen die beiden Objekte in dem Auge E des Be-obachters bilden.

Dieje Deckung der beiden Bilder im Fernrohre wird offenbar auchdann nicht gewört, wenn man den Geplanten um sein Fernrohr, gleich-sam um die Axe < !>, dreht, oder wenn man auch diese Bilder aus demMittelpunkte des Feldes an den Rand deßelben fuhrt. Und eben dießist es, was dieses Instrument zur See so brauchbar macht, wo man eswährend der Beobachtung mittelst der Handhabe L in freier Hand zuhalten pflegt, fo daß ungeachtet der Schwankungen des Schiffes die bei-den Bilder der Gegenstände doch immer in dem Felde des Fernrohrserhalten werden können. Bemerken nur noch, daß zur Beobachtung derSonne eigene gefärbte Blendgläser bei u und Is angebracht sind, die manaufwärts dreht, um das Gesicht gegen die Sonnenstrahlen durch dieseGläser zu schützen, die also auch für minder hellleuchtende Gegenständewieder zurückgeschlagen werden.

2l)6. (Beobachtungen mit dem Sextanten.) Um die Winkeldistanzzweier Gegenstände z. B. zweier Thürme oder Gestirne mit dem Sertan-ten zu meßen, halte man das Instrument bei seiner Handhabe li mitder rechten Hand so, daß der eine II dieser Gegenstände, durch denobern Theil des kleinen Spiegels U, unmittelbar in dem Fernrohre ('I)erscheint, so daß also die Axe dieses Fernrohrs in die Richtung ('I)Udes einen dieser Gegenstände gebracht wird. Dann drehe man die Flächedes ganzen Sextanten um dieses Rohr, als um seine Are, so lange, bisdiese Fläche auch durch den andern Gegenstand geht, und in dieserLage des Sextanten (wo also der erste Gegenstand II immer im Feldedes Fernrohrs bleibt) bewege man die Alhidade l)AI so lange, bis auchder zweite Gegenstand X, sammt dem ersten, im Fernrohre erscheint. Indieser Stellung der Alhidade befestiget man sie, durch ihre Druckschraube,an die Fläche des Sextanten und bewege sie dann mittelst ihrer Mikro-meterschraube m noch etwas, bis die Bilder der beiden Gegenstände sichin dem Felde des Rohrs vollkommen decken. Die Zahl des Theilstriches,bei welchem dann der Vernier der Alhidade steht, gibt den gesuchtenWinkel der beiden Gegenstände II und X.

Wenn man aber nicht die Distanz zweier Gestirne, sondern dieHöhe eines derselben finden will, so braucht man dazu noch einen Ho-rizont, am besten eine mit Quecksilber gefüllte Schaale. Dann richtetman das Fernrohr des Sextanten so, daß man damit unmittelbar, durchden oberen Theil des kleinen Spiegels, das Bild des Gestirns in diesemHorizonte zieht, worauf man die Ebene des Sextanten um das Fernrohrals um eine fixe Axe dreht, bis diese Ebene in eine vertikale Lage kommt.Hat man dieß erreicht, so bewegt man, indem man immer das von demHorizonte reflektirte Bild des Gestirnes im Fernrohre festhält, die Al-hidade Ml so lange auf oder ab, bis auch das zweite, von dem großenund dem untern Theile des kleinen Spiegels reflektirte Bild, zugleich

47

" S

5

< j

>» >>