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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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737
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§. 204. Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. 737

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man die hier angeführten Beobachtungen auch noch mit umgewendetemKrei>e KL' wiederholt und die Libelle zu Hülfe nimmt, die gewöhnlichan dem Fernrohre (.1) angebracht ist. Uebrigens wird es, dem Zweckedieser Schrift gemäß, hinreichend seyn, das hier zu beobachtende Verfah-ren durch einfache analytische Ausdrücke zu geben, ohne auch zugleich diegeoemtrischen Beobachtungen anzuführen, welche ihnen zu Grunde liegen.

Ich letze dabei voraus, daß der Kreis wie dieß in der Thatgewöhnlich geschieht, in Stunden, und der Kreis LL' in Grade einge-theilt sey. Man beobachte nun einen sogenannten Cirkumpolarftern,d. h. einen solchen, der so nahe bei dem Pole ist, daß er nicht mehr aus-und untergeht, und zwar in seinen beiden Culminatiouen, so daß injeder derselben der Durchschnitt des Kreuzfadens den Stern genau deckt.Dieß vorausgesetzt, nennen wir dann « den Stundenwinkel oder die Zahldes Verniers im' an dem Kreise und p die Potdistanz oder dieZahl des Verniers mm' an dem Kreise LL', wie man diese beiden Zah-len nach der Beobachtung der obern Culmination an dem Instrumenteabgelesen hat. Für die untere Culmination bezeichne man dieselben bei-den Größen durch s' und p'. Nennt man nun L die wahre Poldistanzdes Sterns und vs den Fehler des Verniers im' und I)i) den Fehlerdes Verniers mm', so erhält man diese Fehler sogleich durch die folgen-den zwei einfachen Ausdrücke:

v-5 — '/- (125 — 8' — 8) undLp — L —- '/z (p' -s- p)

und dadurch sind also die beiden oben unter Nv. 3 angeführten Fehlerbestimmt.

Nennt man dann x die Anzahl Secunden, um welche das eine Endeder Rotationsaxe LL in vertikaler Richtung, und ^ die Anzahl Secun-den, um welche dieses Ende in horizontaler Richtung verstellt werdensoll, um diese Notationsaxe der Weltaxe genau parallel zu machen, sohat man

x ^ '/- (p' - p)

^ (125 -s- 8 — 8') Tang. L.

und dadurch sind auch die zwei ersten der oben erwähnten Fehlerbestimmt.

Um diese einfachen Ausdrücke auf ein Beispiel anzuwenden, so seyfür einen Cirkumpolarstern, dessen wahre Poldistanz L 1° 34' 10"beträgt, in der oberen Culmination s 05 2' iy" und x — 1° 33' 20",und in der unteren «' — 125 2' 30" und p — 1° 33' 36" gefun-den worden. Dieß vorausgesetzt findet man durch jene Ausdrücke so-gleich die beiden Fehler der Verniere !)«' — 10 Zeitsecunden undDp — 42 Raumsecunden. Für die doppelte Berichtigung der Axe abererhält man in'vertikaler Richtung x — 8" und in horizontaler^ —4".

Mittelst dieser vier Werthe würde man also jetzt die Lage der Ver-niere sowohl, als auch die der Axe verbessern und diese Fehler gänzlichwegbringen. Da sie aber bereits sehr klein sind, und da das Instrumentdurch die Einwirkung der Temperatur und der verschiedenen Biegungenseiner Theile nicht leicht ganz fehlerlos erhalten werden kann, so wirdes besser seyn, diese Fehler auf die angezeigte Art von Zeit zn Zeit wie-der zu bestimmen und dann bei den Beobachtungen davon Rechnung zutragen.

Ich wünschte, durch diese Darstellung der Berichtigung und desGebrauchs des Aequatorials zur Aufnahme dieses wichtigen und häufigLittrow. 4?

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