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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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736
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736 Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. 5.

wahre Stundenivinkel ist also in unserem Beispiele gleich 2' 32".Allein der an dem Kreise KK' des Instruments abgelesene Stunden-ivinkel war VV4' 10" also um 0" 1' 38" großer als der wahre. Ebenso war auch die wahre Poldistanz des Sterns, wie sie von der Re-fraction verändert wird, gleich 1" 34' 14", während die an dem Kreiselitt' des Instruments abgelesene Poldistanz 1° 32' 6" oder 0" 2' 8" klei-ner war. als die wahre. Daraus folgt daher, daß von diesen beidenVernieren der eine im' um 0^ 1' 38" zu weit westlich, und der anderemm' um 0° 2' 8" zu nahe bei dem Pole steht, und jetzt kann mau ent-weder diese Verniere, durch eigens dazu bestimmte Schrauben, so weitan ihren Alhidaden verschieben, daß diese Fehler gänzlich verschwinden,oder man kann auch, was sicherer ist, diese Fehler, wenn sie nur kleinsind, bestehen laßen und von ihnen bei jeder Beobachtung Rechnungtragen. Dadurch ist also auch den zwei letzten der oben unter .X3angegebenen Bedingungen genug gethan worden, und jetzt wird das In-strument in vollkommen beobachtungsfähigem Zustande seyn.

Wenn man dann mit diesem Instrumente z. B. einen kleinen, mitfreien Augen unsichtbaren Stern aufsuchen will, dessen Rectascension 5^40' 20" und^ degen Poldistauz 36° 15' 40" beträgt, so wird man, umihn zu der Sternzeit 10^ 50' im Rohre zu erhalten, so verfahren:

Sternzeit 10^ 50' 0" wahre Poldistanz 36° 15' 40"Nectasc. 5 40 20" Correktion 2 8

wahr. Stundenw. 5 9 40 Instr. Poldistanz 36 13 32^Correktion ff- 1 38

Instr. Stundenw. 5 11 18

Man wird also den Vernier der Alhidade nn' auf den Theilstrich5^ 18" des Kreises KK', und den Vernier der Alhidade nun' aufden Theilstrich 36° 13'32" des Kreises BL' stellen, und der verlangte Sternwird um 1 50' Sternzeit in der Mitte des Feldes des Fernrohrs er-scheinen. Ganz eben so würde man auch umgekehrt, wenn man dieMitte des Fernrohrs zu einer bestimmten Sternzeit auf ein noch unbe-kanntes Gestirn stellt, und dann die beiden Verniere abliest, die Rec-tascension und Poldistanz dieses Gestirns und dadurch den Ort desselbenam Himmel finden. Denn gesetzt, man hätte diesen Stern um 16" 17'20" Sternzeit in der Mitte des Feldes im Durchschnittspunkte desKreuzfadens gesehen und den Vernier des Aeguatorkreises K V gleich V»11' 28", den Vernier des Deklinationskreises LL' aber gleich 54° 3' 2V"abgelesen. Dieß vorausgesetzt hat man

Instr. Stundenw. 4^ 11' 28" Instr. Poldist. 54° 3' 20"

Correktion. — 1 38 Correktion ff- 2 8

wahrer Stundenw. "4 9 50 wahre Poldistanz Ä 5 28

Sternzeit 16 17 20

wahre Rectascension 12 7 30

H. 204. (Berichtigung der Drehungsnre und der beiden Alhidaden desAequatvrials.) Obschon das Vorhergehende hinreicht, von der Ratifika-tion sowohl, als auch von der Beobachtungsart an dem Aequatorialeinen hinlänglichen Begriff zu geben und dadurch unsere Leser in denStand zu setzen, dieses nützliche und bequeme Instrument gehörig an-zuwenden, so wird es doch nicht überflüssig seyn, die vier ersten der obenunter 1, 2 und 3 erwähnten Berichtigungen noch auf eine andere Weisevorzunehmen , die weniger mechanisch ist, als jene, und die zugleich, ge-hörig ausgeführt, eine viel größere Sicherheit gewährt, besonders wenn