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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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732
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7.32 Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. tz. 202.

Stern im Durchschnitte der Fäden erscheint, so wird die Alhidade mnsidieses Kreises !'!>' die Pvldiftauz, und die Alhidade nick des Kreisesden Stundenwinkel dieses Gestirns anzeigen. Kennt man überdies;,durch Hülfe einer bereits berichtigten Ubr, die.Sternzeit dieser Be-obachtung, so wird man nnr den durch das Instrument gegebenen Stun-denwinkel von dieser (Vternzeit subtrahiren, um sofort auch (Einl. H. 28)die Rectascension des beobachteten Gestirns zu erhalten. Das Äequa-torial gibt also durch jede einzelne Beobachtung, wenn die Sternzeit der-selben bereits bekannt ist, die Nectaseension nndlPoldistanz des beobach-teten Gestirns, wodurch die ckage des Gestirns am Himmel vollkommenbestimmt ist. Man sieht zugleich, daß von den beiden Kreuzfäden desFernrohrs der eine, der Stundenfaden, dem Kreise Mck parallel und derandere, der Deklinationsfaden, auf dem Kreis LIck senkrecht, also mitdem andern Kreise parallel gestellt seyn muß.

H. 202. (Vortheile, welche das Aeguatorial bei den Beobachtungen ge-wahrt.) Man hat so eben gesehen, daß man durch dieses Instrumentdie Rectascension und Poldistanz der Gestirne unmittelbar bestimmenkann. Da dieß die gewöhnliche Art ist, durch welche die Astronomendie Orte der Gestirne am Himmel angeben, so muß auch ein solchesInstrument dem Beobachter vorzüglich willkommen seyn. Allein es gibtwohl nur wenige so vollkommen gebaute Aequatoriale, mit welchen mandie Rectascension oder eigentlich den Stundenwinkel und die Poldistanzder Gestirne in der That unmittelbar und mit derjenigen Schärfebestimmen kann, die man bei den so genauen Beobachtungen unsererZeit zu fordern berechtigt ist. Bei den weniger sorgfältig gebauten In-strumenten dieser Art, die man p arallaktische Maschinen nennt,pflegt man das Fernrohr derselben in der Nähe des zu beobachtendenGestirns, z. B. eines Planeten, aufzustellen und dann diesen Planetensowohl, als auch einen ihm nahen, bekannten Fixstern durch das, wäh-rend dieser Beobachtungen unbewegt oder ruhend bleibende Fern-rohr, durchgehen zu lassen, woraus man dann, zwar nicht mehr die ab-solute Rectascension und Poldistanz, aber doch die Differenz der Rect-ascension und Poldiftanz des Planeten und des Sterns, also auch, we-nigstens mittelbar, den Ort des Planeten erhält, da jener des Sternsschon bekannt ist. Wir werden diese sehr nützliche und anwendbare Be-obachtungsart weiter unten näher kennen lernen. Hier wollenswir nurbemerken, daß, wenn das Fernrohr in der That wahrend des Durch-ganges beider Gestirne unverrückt bleiben soll, die Beobachtung nur aufsolche Fixsterne beschränkt bleibt, die, wenigstens in ihrer Poldistanz,nicht weiter von dem Planeten abstehen, als der Durchmesser, des Feldesdes Fernrohrs beträgt. Dieser Durchmesser erstreckt sich aber bei stär-keren Vergrößerungen, die hier immer vorzüglich wünschenswerth sind,nur auf fünf bis zehn Minuten, und es findet sich nur zu oft, daß manin solcher Nähe keine wohlbekannten Sterne findet, die man mit demPlaneten vergleichen kann, um daraus den Ort des letzteren am Him-mel zu bestimmen. In diesem Falle sind also die sorgfältiger gearbei-teten und größern Aequatoriale, wie die von Reichenbach, vofl ganz vor-züglichem Nutzen, da man bei ihnen, wenigstens das Fernrohr an seinemKreise ilick um mehrere Grade verrücken und die Differenz der Poldi-stanzen beider Gestirne an diesem Kreise mit großer Sicherheit ablesenkann. Dabei bleibt also die Albidade nick des Aequatvrkreises unddaher auch die Ebene des Kreises Dick selbst unverrückt, und man be-obachtet eigentlich beide Gestirne in demjenigen Deklinationskreise desHnnmels, durch welchen die Ebene des Kreises Dick in dieser seiner Stel-