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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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731
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§. 201. Beschreibung und Gebranch der astronom. Instrumente.

ist das Fernrohr EI) so verbunden, daß es sich um den Mittelpunkt desKreises, parallel zu der Ebene desselben, bewegen läßt, und daß es, wäh-rend seiner Bewegung, eine Alhidade iniu' mit sich führt, die an einemoder auch an beiden ihrxr Enden mit einem Verniere versehen ist. Eineähnliche Alhidade im' sieht man auch bei dem anderen Kreise unddiese ist an die Drehungsaxe EI" befestigt, so daß sich der Vernier n'derselben mit jener Axe EE zugleich über die Ebene dieses Kreises V L'hin bewegt. BeiN. und I! sieht man zugleich die Druckschrauben, durchwelche die Alhidaden im' und iimi', die man sich hier in der Gestalteines vierarmigen Kreuzes vorstellen kann, an ihren Kreisen festgestelltwerden können, sowie die längeren Mikrometerschrauben und üb,durch welche man, auch wenn jene Druckschrauben angezogen sind, derAlhidade doch noch eine kleine Bewegung geben kann, um (wie obenH. 188) den Faden des Fernrohrs genau auf den beobachteten Sternzu stellen.

Denken wir uns also die DrehungsaxeEE des Aequatorials genauder Weltaxe parallel aufgestellt und das Instrument in allen seinenTheilen berichtiget. Dreht man dann diese Axe EE um sich selbst, sowird auch die an die Axe befestigte Alhidade ini', sowie der Deklina-tiouekreis LE " sammt seinem Fernrohre EI) sich um diese Axe bewegen,während der Aequatorialkreis der an der Säule E unveränderlichbefestiget ist, allein in Ruhe bleibt. Dreht man auf diese Weise dieAxe EE so lange, bis der Vernier 11' auf dem höchsten Punkte des Krei-ses also im Meridian steht, so wird dann auch der Deklinations-kreis LII" in der Ebene des Meridians seyn und senkrecht auf demHorizonte stehen. Bewegt man in dieser Lage des Instruments dasFernrohr, parallel mit seinem Kreise, so lange, bis der Durchschnitt desKreuzfadeus auf einem Gestirne steht, so wird die Alhidade bei in oderin' die Pvldistanz dieses Gestirns anzeigen, während^ die Alhidade n',die bei dem mit Null bezeichneten Theilstriche des Kreises NN' steht, an-zeigt, daß der Stundenwinkel des Gestirns gleich Null ist, wie es seynsoll, da der Stern eben durch die Ebene des Meridians geht. Drehtman dann die Axe EE noch weiter z. B. um 30 Grade oder, was dai-selbe ist, um 2 Stunden, gegen Westen, so rückt dadurch die mit dieserAre verbundene Alhidade nn' auf ihrem festen Aeguatorialkreise NN/ebenfalls um 30 Grade gegen West oder in der Richtung NnN' vor, undganz eben so viel dreht sich auch der ebenfalls an jener Are I ' befestigteund mit ihr immer parallele Kreis EL' sammt seinem Fernrohre gegenWest weiter, so dajz also jetzt die Ebene dieses Kreises, und daher auchdie mit ihm parallele optische Axe des Fernrohrs, in der Ebene desje-nigen Deklinationskreises liegt, der zwei Stunden westlich von dem Me-ridian entfernt ist. In dieser Lage des Instruments wird also jederStern, den man in dem Durchschnitte des Kreuzfadens des Fernrohrserblickt, in diesem Augenblicke den Stundenwiukel von 3V Graden odervon 2 Stunden haben, weil die Alhidade nn' des Kreises N.N.' auf denTheilstrich von 30 Graden steht, und die Poldistanz dieses Sterns wirdunmittelbar durch die Alhidade in oder in' des anderen Krei>es I-I» an-gegeben werden. . ^ „

Man sieht daher, daß man mit einem solchen Instrumente unmit-telbar den Stundenwinkel und die Poldistanz eines Gestirns angebenkann. Bewegt man nämlich den Kreis EL' um die Drehungsaxe INdes Instruments so, daß die Ebene dieses Kreises, wenn man sie bis anden Himmel erweitert gedenkt, durch den Stern geht, und bewegt mandann das Fernrohr El), parallel mit seinem Kreise VL' so, daß der