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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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730
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730 Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. §. 201.

wird man durch eine eigens dazu bestimmte Schraube, die an der einender Stützen tix bei ^ angebracht ist, diese Stütze etwas erhöhen odererniedern, bis die Libelle in der Mitte zwischen jenen beiden abgelesenenTheilstrichen steht, und dieses Verfahren wird man so lange wiederholen,bis die Libelle in ihren beiden Lagen immer denselben Theilstrich zeigt,wo dann die Drehungsaxe horizontal ober dem Kreise 010 parallel,und zugleich der Kreis T"I^ gegen den Horizont senkrecht seyn wird.

Um endlich auch noch die optische Axe des Fernrohrs mit dem KreiseT'I" parallel zu stellen, wird man den senkrechten Faden deflelben aufirgend ein scharf begränztes terrestrisches Objekt richten und dann dieAxe .VI! sammt Fernrohr und Höhenkreis aus ihren beiden Lagern beiV und I! herausheben, um es in verkehrter Stellung, so daß jetzt dasArenende ans das Lager ö komme, wieder in diese Lager zurückbrin-gen. Wird jetzt das Fernrohr wieder ans das terrestrische Objekt zurück-gebracht, und weicht der Faden etwas von demselben ab, so wird mandie Hälfte des bemerkten Fehlers durch die Schraube bei X verbessern,welche bestimmt ist, das Fadennetz in horizontaler Richtung zu bewegen.

H. 201. (Aequatorial.) Wenn man einen Höhenkreis, wie z. B. denin Fig. 107 beschriebenen, so aufstellen wollte, daß die früher verticaleoder auf dem Horizonte senkrechte Drehungsaxe 00 jetzt auf demAequa-tor senkrecht steht, d. h. daß diese Are in der Ebene des Meridians auf-gestellt, mit dem Horizonte einen Winkel bildet, der gleich der Polhöhedes Beobachtungsvrts ist, so würde man ein Aequatorial haben, wiedasselbe in Fig. I l0 abgebildet erscheint. Dieses Instrument ist also voneinem Höhenkreise nur in der Aufstellung seiner Axe wesentlich verschieden.Bei dem Höhenkreise geht diese Drehungsaxe nach dem Zenithe, bei demAequatorial aber nach dem Pole des AequatorS, oder dort steht die Axesenkrecht auf dem Horizonte, während diese Axe 00 (Fig. 110) hier derWeltaxe parallel liegt; dort stellt also auch der auf diese Axe senkrechteKreis AI (Fig. 107) den Horizont vor, während hier dieser Kreis .V.V/(Fig. 110) mit dem Aequator parallel ist; dort endlich liegt der verticaleKreis inn (Fig. 107) immer in der Ebene eines Höhenkreises, währendhier dieser Kreis I!i!" (Fig. 110), wie man ihn auch um die ihm pa-rallele Axe 00 drehen mag, da seine Ebene stets durch diese Axe gehendangenommen wird, immer in dein Declinationskreise derjenigen Sterneliegt, durch welche seiue Ebene geht. So wie daher bei dem Höhenkreise(Fig. 107) der Kreis N die Azimuthe und der Kreis inn die Zenithdi-stanzen der Gestirne zu geben bestimmt ist, so wird bei dem Aequatorial(Fig. 110) der auf die Drehungsaxe 00 senkrechte Kreis ^V/V die Stun-de nwinkel, und der mit dieser Axe parallele Kreis I!I!" die Polsti-stanzen der Sterne, die man eben durch das Fernrohr (51) beobachtet,zu geben bestimmt seyn.

Man stelle sich also eine senkrechte, auf dem. Tische oder in demBoden befestigte Säule 0 vor, an dessen oberem Ende eine andere cylin-drische Säule 1)1 so aufliegt, daß sie der Weltaxe parallel ist und sichum ihre eigene Are drehen läßt. Das untere Ende 0 dieses Cylindersgeht durch einen auf ihn senkrecht gestellten, an der Säule 0 befestigtenKreis. Durch das obere durchbohrte Ende 0 dieses Cylinders aber geht,ebenfalls auf ihm senkrecht, die Axe 01! eines andern Kreises !!!!", bessA,Ebene also, da überhaupt jeder Kreis 01!" auf seiner Axe 0(! schon vondem Künstler senkrecht gestellt wird, mit der cylindrischen Säule Ob'parallel ist. Diesem Kreise 010 gegenüber ist das mit Blei gefüllte Ge-gengewicht II angebracht, um dem schiefen Druck dieses Kreises auf dieRotativnsaxe 00 entgegen zu wirken. Mit diesem letzten Kreise 010