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§. 200.
Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente.
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setzten Lagen des Instruments beobachten, indem bei der ersten Beobach-tung der Kreis 'I'i ' rechts und in der zweiten links von dem FernrohreAI) steht. Dieze Differenz der beiden Lesungen oder der während die-ser beiden Beobachtungen von dem Fernrohre durchlaufene Bogen wirddie doppelte Zenithdistauz des Objekts seyn. Da man dadurch die ein-fache, wahre Zenithdiftanz und die ihr, in beiden Lagen des Kreises ent-sprechende Theilzahl kennt, so weiß man auch, welche konstante Größeman von jeder Lesung an diesem Kreise abzuziehen oder zu ihm hinzuzu-setzen hat, um in jeder anderen Beobachtung sogleich wieder die wahreZenithdistauz des Gegenstandes zu erhalten.
Stellt man ebenso den Nullpunkt des ^Horizontalkreises 1t UU in derEbene des Meridians auf, oder, was dasselbe ist, weiß man, welcherPunkt dieses Horizontalkreises dem Meridiane entspricht, so wird manauch alle an diesem Kreise abgeleseneu Bogen nur von jenem Meridian-punkte an zahlen, oder von jeder Lesung an diesem Kreise eine bekannteKonstante abziehen, um sofort auch die Azimute der beobachteten Gegen-stände zu erhalten.
Alles dieß setzt aber voraus, daß von den beiden Kreisen iUU undDich so wie von den beiden Apen und 1 U die eine horizontal unddie andere genau vertikal sey. Dieser Forderung zu genügen oder dasInstrument zu rektificiren, wird man ganz so, wie oben (§. 198) bei demMultiplikationskreise gesagt worden ist, verfahren.
Um zuerst die vertikale Drehungsare i U vollkommen senkrecht aufden Horizont zu stellen, wird man sich einer Libelle bedienen, die mitihren zwei Füßen auf die cylindrischen Enden der Are .VU aufgestelltwird, so daß die Glasröhre der Libelle zwischen den Speichen des Kreises1D zu stehen kommt. Dauumstellt man diese Are sLU parallel zu zweiFußschrauben XKll und verbessert, bei der jedesmaligen Umdrehung desKreises um 189 Grade, die eine dieser beiden Fußschrauben so lange, bisdie Mitte der Blase in beiden Lagen des Instruments immer denselbenPunkt zeigt. Ist z. B. 12 der Theilstrich, bei welchen die Mitte dieserBlase in der ersten Lage steht, und ist 20 derselbe für die zweite Lagedes Instruments, so wird in der zweiten Lage die erwähnte Fußschraubeso bewegt, daß die Mitte der Blase zu dem Theilstrich 16 oder zu demMittel von jenen beiden komme. Ist dieß berichtigt, so wird die ApeXlZ in eine auf die beiden vorigen senkrechte Lage gebracht, und bloßdurch die dritte Fußschraube die Mitte der Libelle wieder auf den Theil-strich 16 zurückgeführt. Zeigt dann die Libelle, bei allen Richtungender Ave LLU, immer denselben Punkt, so wird die Live 1D vollkommenvertikal oder der von dem Künstler auf diese Ave senkrecht abgedrehteKreis I1IU wird vollkommen horizontal seyn, wodurch die erste der obenerwähnten Bedingungen erfüllt ist.
Allein nun ist es noch möglich, daß die beiden Stützen lg-, welchedie horizontale Drehungsave ^5! tragen, von ungleicher Länge sind, wodann die auf dieser Stütze ruhende Ä.ve nicht mehr horizontal, al>oauch der auf diese Ave Vkt von dem Künstler bereits senkrecht abge-drehte Kreis DD auch nicht mehr vertikal seyn würde, worin doch diezweite Bedingung besteht, die statt haben muß, wenn das Instrumentin der That zu Beobachtungen tauglich seyn soll. — Um nun auch me-ser Forderung zu genügen, wird man dieselbe Libelle, ohne übrigens jetztden Kreis selbst weiter zu bewegen, zuerst in einer und dann in der ent-gegengesetzten Lage auf die Endpunkte der Ape chU stellen, so daff der-selbe Fuß der Libelle zuerst nach V und dann nach U, kömmt. Steht dieLibelle in diesen beiden Lagen derselben bei verschiedenen Theilstrichen, so
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