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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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712
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7jH Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. 188.

von dem horizontalen Faden des Fernrohrs bedeckt wird. In diesemZustande liest man den Ort der vier Verniere der Alhidade an demäußern Kreise ab, und das Mittel aus diesen vier Ablesungen gibt diegesuchte, beobachtete Hohe des Sterns.

Bei der vorbergeheuden Beschreibung des Meridiankreises sind nochmehrere kleine Einrichtungen, der Kurze und der leichteren Uebersichtwegen, Übergängen worden, die von dem Künstler an dem Instrumenteangebracht wurden, um dadurch die Sicherheit und Bequemlichkeit derBeobachtungen zu erhöhen. Hier mögen die beiden folgenden Bemer-kungen, als ein ergänzender Nachtrag des Vorhergehenden, genügen.Erstens ist die Rotationsare ihrer Länge nach, und auch der Pfeiler ind.r Richtung dieser Are ausgehöhlt, um durch eine, an der andern Seitedes Pfeilers aufgestellte Lampe das Innere des Fernrohrs zu erhellen,und die feinen Fäden im Brennpunkte desselben, während der nächtlichenBeobachtungen, sichtbar zu machen. Da diese Vorrichtung schon bei derZeichnung (Fig. !0l) des Mittagsrohrs angezeigt wurde, so schien esunnöthig, sie hier zu wiederholen. Zweitens ist es nicht genug, daß einInstrument irgend einer Art bloß so gut als möglich aus der Hand desKünstlers hervorgeht, es muß auch für längere Zeit, für viele Jahre inseinem ersten guten Zustande bleiben, ohne sich zu früh abzunutzen unddadurch unbrauchbar zu werden. Vor allem wird es nöthig seyn, dafürzu sorgen, daß die cylindrischen Enden ^ und L der Rotationsaxe durchdas große Gewicht des Instrumentes, bei dem häufigen Gebrauche des-selben, nicht abgerieben werden und dadurch ihre ursprüngliche Gestaltverändern, wo dann die Hauptbedingungen des Instruments verlorengehen und das Fernrohr sich nicht mehr in der Ebene des Meridiansbewegen, sondern bald zu der einen, bald zu der andern Seite von ihmabweichen würde, je nachdem verschiedene Theile dieser abgenützten cylin-drischen Zapfen mit ihren Unterlagen in Berührung kommen. Dieseszu verhüten, dient, auf der Seite L der Ave, die metallene Stange v,die an ihrem untern Ende in einen Ring ausläuft. Die Oeffnung die-ses Rings ist bedeutend größer, als die Dicke der Ave an diesem Orteund an dem innern Rande dieses Ringes, in dem untern Theile deßel-ben, bei p und sind zwei kleine kreisförmige Scheiben, sogenannteFrictiousräder angebracht, die sich um ihre Axe bewegen und mit ihremoberen Theile etwas über die innere Fläche des Rings hervorstehen. Deroberste Theil dieser vertikalen Stange v hat eine Oessnung, in welchedas eine Ende einer andern horizontalen Stange u eingreift, währendan dem anderen Ende dieser Stange ein daselbst verschiebbares, mitBlei gefülltes Gewicht IU angebracht wird. Diese Stange wird durcheinen Stift u gehalten, der durch die auf dem Pfeiler y befestigte Säule6 getragen wird. Auf diese Weise bilden die beiden Stangen v und ueinen Hebel, dessen Unterlage der Stift u, dessen Kraft das Gewicht 1Uund dessen Last die Schwere der ihm zugewendeten Hälfte des Instru-ments ist, und man sieht leicht, daß man das Gewichtso lange vondem Unterstützungspunkte u entfernen kann, bis der von beiden Körpernbeschwerte Hebel sehr nahe im Gleichgewichte ist, oder bis das Instru-ment, statt mit seiner ganzen früheren Last, nur mehr mit einem so ge-ringen Theile derselben auf seinem Lager bei ZZ aufliegt, daß es nureben nicht frei in der Luft schwebt. Dieselbe Vorrichtung sieht manauch an dem anderen Ende ^ der Rotationsare; durch eine gehörigeStellung der beiden Gegengewichte It und tU werden die verticalenStangen r so erhöht, daß die oben erwähnten beiden Frictionsrollen pund in ihren oberen Theilen den untern Theil der Axe berühren, und