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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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706
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706 Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumeute. i86.

u. s. w. zu verbinden, um die gesuchten Schattenlinien zu erhalten, aufwelche nämlich der Schatten des Stiftes, der auf die oben erwähnteWeise in der Tafel befestiget wurde, in den Augenblicken fallen wird,wann es It, 10, 9.. Uhr wahre Zeit Mvrgens ist. Eben so erhältman auf der andern Seite von die Schaltenlinien für 1, 2, 3...UhrAbends, und wenn man die Peripherie des Halbkreises lVlIUV, statt wiezuvor in 12, genau in 24 oder in 48 gleiche Theile theilt, so erhält manauch die Schattenlinien für die Halben- und Viertelstunden zwischen jenenbereits gefundenen ganzen. Hat man die Tafel groß genug gewählt, sowird man selbst noch kleinere Theile der Stunde mit Sicherheit auf ihreintragen können. — Eine solche Sonnenuhr wird eine Horizontalnhrgenannt, weil sie auf eine horizontale Tafel verzeichnet ist. Stellt manrn der That diese Tafel mittelst einer Libelle (tz. 178) genau horizontal,und die Linie VG in die Richtung der Mittagslinie, so daß G auf derNordseite liegt, so wird der Schatten des Stiftes G? oder GH, so ofter von der Sonne beschienen wird, auf der bezeichneten Tafel die wahreZeit angeben.

H. 186. (Horizontale Sonnenuhr: zweite Methode.) Obschon die an-geführte Verzeichnung einer solchen Uhr von Jedermann leicht ausgeführtwerden kann, so gibt es doch noch eine einfachere Art, eine Horizontal-uhr zu cvnftruiren.

Beide Methoden beruhen im Grunde auf der Auflösung von zweiebenen Dreiecken, durch die man ohne Mühe findet, daß die Tangentedes Winkels H.GiL oder HGI?.. der Schattenlinie EeL oder OI?.. mitder Mittagslinie der Uhr für jeden gegebenen Stundenwinkel derSonne, gleich ist der Tangente dieses Stundenwinkels multiplicirt in denSinus der Polhvhe des Ortes, in welchem man die Sonnenuhr errichtenwill. Sucht man z. B. den Winkel H.GM oder ^Gl> für den Stunden-winkel von 30°, oder von 2 Stunden vor oder nach dem Mittage fürdie Polhvhe von 50°, so findet man die Tangente von 30° gleich 0.57735und den Sinus von 50° gleich v.76604. Beider Produkt gibt 0.44227für die Tangente des gesuchten Winkels H.GN, welcher Winkel dahergleich 23° 5U 31" ist, und so fort für alle übrigen Stundenwinkel. Hatman so diese Winkel ^Gi?, ^GIL,.. für alle einzelnen Stundenwinkel be-rechnet, so wird man sie mittelst des sogenannten Transporteurs an dieSeite (AI rechts und links von derselben auf die Tafel auftragen, unddie Sonnenuhr wird vollendet seyn.

Da ich aber, dem Zwecke dieser Schrift gemäß, jene Rechnungen,so einfach sie auch seyn mögen, nicht als bekannt voraussetzen darf, sowollen wir sie, durch Hülfe einer bereits voraus berechneten Tafel, unsernLesern ganz entbehrlich machen.

Ist nämlich wieder GVC (Fig. 104) die oben erwähnte horizontaleTafel, so ziehe man, wie dort, durch den willkührlichen Punkt E dieGerade und darauf senkrecht die Linie V/VL. In der Linie G^ er-richte man, senkrecht auf die Tafel, das Dreieck (ZG?, dessen Winkel bei0 gleich der Pvlhöhe ist, und befestige dann, in dem Punkte E, nachder Richtung der Seite E? den Stift Endlich theile man die geradeLinie in 1000 gleiche Theile, und trage auf der Linie zu bei-

den Seiten von so viele dieser Theile auf, als die folgende Tafel fürjeden Stundenwinkel angibt, wodurch man die Punkte a, b, <?.. undust IL, <L.. erhält, die, mit E verbunden, die gesuchten SchattenlinienEa, Gast Gk>, EIL., der Horizontaluhr geben.

Wollte man also eine solche Uhr, z. B. für Weimar errichten, sowird man, da die geographische Breite dieser Stadt 51° beträgt, von