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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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697
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§. 182.

Beschreibung und Gebranch der astronvm. Instrumente. ^<57

fachen Art zu constrniren. Man ziehe nämlich aus dem Fußpunkts

der Stange, ivo sie den Boden berührt, als ans einem Mittelpunkte,

mittelst einer daselbst befestigten Schnur mehrere cvncentrische Kreise vonverschiedenen .Halbmessern und bemerke in der Peripherie eines jeden

Kreises diejenigen zwei Punkte,^ die vor und nach dem Mittag von demEndpunkte des Schattens getrosten werden. Theilt man dann in jedem

:este den zwischen diesen beiden Punkten enthaltenen Bogen in zweieiche Theile und vereiniget diesen Theilnngspunkt mit dem Fußpunkte

inie fallen, und wenn, wie dieß gewöhnlich der Fall ist, da sich

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achlnngen zur Feit der Sotstitien (Einl. tz. 22) anstellen, weil da dieDeclination der Sonne sich am wenigsten ändert.

Dadurch sind wir also in den Stand gesetzt, jeden Tag wenigstensden Augenblick des wahren Mittags genau anzugeben. Allein die ande-ren Stunden des Tages sind uns noch unbekannt. Wir wollen dahersehen, wie man auch zur Kenntniß dieser letzteren gelangen kann.

Ich setze dabei voraus, daß man eine gute, d. h. eine gleichförmiggehende Uhr habe. Eine solche Uhr mag immerhin täglich um eine be-trächtliche Zeit, z. B. um eine ganze Minute, vor der wahren Zeit vor-ausgehen oder hinter ihr zurückbleiben , wenn sie nur im Laufe einesjeden Tages um dieselbe Größe von der Wahrheit abweicht. Unserevorhergehenden einfachen Beobachtungen an der verticalen Stange wer-den uns bald von der Brauchbarkeit der Uhr überzeugen, wenn man andieser Stange mehrere Tage nach einander den Augenblick des wahrenMittags an der Uhr beobachtet und dabei auf die Zeitgleichung(I. tz. 158) Rücksicht nimmt.

Gesetzt, man hätte folgende Uhrzeiten des wahren Mittags gefunden»denen ich sogleich die mittlere Zeit dieser Mittage hinzusetze:

Uhrzeit. Mittlere Zeit. Differenz.

Jul. 12 St. 2 M. 24 S. 12 St. 4 M. 6 S. 1 M. 42 S.

am 5.7.10.20.

1212II

1

0

55

352441

121212

4

4

5

255454

24I»

503013

Aus diesen Beobachtungen folgt daher, daß die Uhr am 5. Juliusim wahren Mittag gegen die mittlere Zeit um 1 Minute 42 Sekunden,und am 20. Julius schon um 10 Minuten 13 Secunden zu spat gu'-g.Diese Uhr scheint also, wie man gewöhnlich urtheilen ^hört, schlecht zugehen, da sie in 15 Tagen um volle 8 Minuten 31 Sekunden^ zu spargeht, also in einem Monate von 3V Tagen um 17 Minuten 2 Sekundenoder mehr als eine Viertelstunde zu spät gehen wird. Allem wenn mauden Gang dieser Uhr zwischen den einzelnen Beobaustnngscagen uaaerbetrachtet, so findet man, daß sie im Gegentheile eine gute Uhr ist.

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