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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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695
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5. l«i.

Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente

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auch das Fernrohr leicht wieder darauf zurückführen kann, wenn es sichdurch irgend einen Zufall davon entfernt hat.

§. 181. (Beobachtungen mit dem Mittagsrohre.) Durch alle diese undmanche andere Rücksichten ist man dahin gekommen, mit solchenInstrumenten die Cvrrection der Uhr, d. h. die Zeitbestimmung sowohl,als auch die Bestimmung der Rectascension der Gestirne bis auf zweioder drei Zehntheile einer Zeitseknnde genau zu erhalten.

Wir wollen nur noch kurz anzeigen, auf welche Weise man mit demMittagsrobre jene beiden Beobachtungen anzustellen pflegt, vorausgesetzt,daß man die Fehler desselben durch das vorhergehende Verfahren bereits -weggebracht hat.

Zuerst also dient dieses Instrument zur Bestimmung der Zeit, d. h.zur Berichtigung der Uhr, die man bei allen folgenden Beobachtungenbraucht. Es ist bereits früher (I. tz. 161) gesagt worden, daß man aufSternwarten die Uhren gewöhnlich nach Sternzeit gehen läßt, so daß siezwischen zwei nächsten Mittagen oder zwischen zwei nächsten Cnlminatio-uen der Sonne, nicht 24 Stunden, sondern nahe 24 Stunden 3 Minuten56 Sekunden geben, wobei vorausgesetzt wird, daß eine solche Uhr voraltem gleichförmig gehe, d. h. daß sie im Laufe mehrerer Tage gegendie richtige Sternzeit täglich oder stündlich um dieselbe Größe zu- oderabnehme.

Um nun für jeden Augenblick diese Abweichung der Uhr von derwahren Sternzeit zu finden, wird man das Mittagsrohr, mittelst des

sey dieß

4 Stunden 26 Minuten 25.3 Sekunden seyn soll. Da der Gang derUhr, etwa bis auf eine Minute, schon aus den früheren Beobachtungenbekannt ist, so wird man einige Zeit, ehe die Ubr 4 Stunden 26 Minu-ten zeigt, an das Instrument gehen, um dasselbe auf den gewählten

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die Uhrzeiten des Durchgangs des Sterns durch diese Fäden gefunden,

wie folgt: ^

Durch den ersten Faden Uhrzeit 4 St. 26 M. 54.2 S.

zweiten ... 4 27 39.3dritten ... 4 28 23.8Addirt man diese drei Zeiten und dividirt die so erhaltene Summedurch 3, d. h. nimmt man das Mittel ans diesen drei Beobachtungen,

so erhält man ^ ^

4 St. 27 M. 39 S. ^

für die Uhrzeit desjenigen Augenblicks, wo der Stern durch oen Me-ridian ging. Allein die wahre Sternzeit dieses Augenblicks ist bekannt-lich (I. h. 161) gleich der Rectascension desselben oder gleich

4 St. 26 M. 25.3 S. ^ ^

Die Differenz dieser beiden Zeiten ist st 13.8 Sekunden, alw

geht auch die Uhr um die Zeit, wo sie 4 Stunden 28 Minuten zeigte,um 1 Minute 13.8 Sekunden gegen Sternzeit voranv, ocer sie geht um

1 Minute 13.8 Sekunden zu früh. ^ ... ....

Ebenso wird man an demselben e.age durch eine ancere ^eibachtung,

z. B. von Wega oder c- der Leyer, deren Rectascension 18 Stunden ^1

Minuten 19.2 Sekunden ist, finden, daß die Uhr um «.lese Uhrzeit um

l Minute 14.2 Sekunden gegen Sternzeit voraus ist, woraus solgt, das;