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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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692
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692 Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. §. 179.

der Rotationsaxe die Blase auf die Mitte jener zwei Zahlen oder aufdie Zahl 23 bringen, und dadurch versichert seyn, daß die so gestellteRotationsaxe auch genau horizontal ist, obschon die Libelle selbst nochnicht rectificirt ist, da sie, nach unserer Zeichnung (Fig. !<>2) nicht 23,sondern 25 zeigen sollte. Will man daher auch diese Libelle noch recti-ficiren, so wird man nur, mittels ihrer Correctivnsschraube, den einenHaken derselben so viel verlängern oder verkürzen, daß der Mittelpunktder Blase um zwei Theilstriche^ von 23 auf 25, fortgehe. Bemerken wirnoch, daß es öfter nothwendig ist, den Werth eines jener gleichen Theil-striche in Secunden zu kennen. Zu diesem Zwecke wird man die Libellean irgend ein Hohen messendes Instrument z. B. an einen Quadrantenbefestigen, und nun Instrument und Libelle so bewegen, daß z. B. derMittelpunkt der Blase 39 Theilftricke der Libelle durchlauft, währenddas Instrument seine Hohe um 29 Secunden geändert hat, woraus folgt,daß ein Theilsirich der Libelle Secunden beträgt. Muß man also dieAxe ^ des Mittagsrohrs, bei der Rectificativn derselben, z. B. um 12Theilstriche der Libelle erheben, so weiß man, daß diese Erhebung 8 Se-cunden beträgt.

§. 179. (Rectification des Mittagsrvhrs: Stellung im Meridian.) Wennsonach die Drehungsaxe des Mittagsrohrs genau horizontal gestellt wor-den ist, so wird das Fernrohr soder vielmehr die Collimationsliuie des-selben, die nach dem Vorhergehenden (§. 177) bereits senkrecht auf jenerRotationsaxe steht), wenn dasselbe uin jene Axe gedreht wird, einenVerticalkreis beschreiben, oder es wird in einer auf den Horizont senk-rechten Ebene auf und nieder gehen — aber noch nicht in der Ebenedes Meridians, wie cs doch von diesem Instrumente gefordert wird.Es wird zwar leicht seyn, dieses Fernrohr so zu stellen, daß es dem Me-ridian schon nahe stehe, wozu mau sich z. B. der Culmination der Sonneoder irgend eines andern Gestirns, dessen Rectascension man kennt, be-dienen kann, wenn man zuerst den Gang seiner Uhr durch korrespondi-rende Höhen oder auf irgend eine andere Art (H. t67) bestimmt hat.Allein es handelt sich hier um eine ganz genaue Stellung des Mit-tagsrohrs, weil dasselbe seines soliden und einfachen Baues und seinerganzen Bestimmung wegen die Zeit sowohl, als auch die zu beobachten-den Nectascensionen besier und vollkommener geben soll, als es durchirgend eines der andern, zu diesem Zwecke minder geeigneten Instru-mente möglich ist.

Bemerken wir zuerst, daß man jetzt, wo die Collimationslinie desFernrohrs bereits einen Vertikalkreis beschreibt, zugleich ein leichtesMittel erhalten hat, den oben in dem Brennpunkte der beiden Linsensenkrecht auf die Axe derselben gespannten Faden, auch vollkomme.n ver-tikal oder zu dein Horizonte senkrecht zu stellen: man darf nämlich jetztnur diesen Faden, indem man das Fernrohr sanft auf- und abwärtsbewegt, an irgend einem wohl begränzten terrestrischen Objecte auf- undniederlaufen lassen. Wenn bei dieser Bewegung des Fernrohrs der Fadennicht immer genau durch denselben Punkt des Objects geht, so wirdman den oben erwähnten Fadenring mit einer eigens dazu bestimmtenSchraube so lange, in seiner eigenen Ebene, um seinen Mittelpunktdrehen, bis er jener Forderung genügt, wo er dann vertical stehen wird.Gewöhnlich spannt man zu beiden Seiten dieses mittleren Fadens nocheinen oder auch zwei mit jenem parallele und unter sich gleichweit ent-fernte Fäden auf, um die Beobachtuugen der Durchgäuge der Sternezu vervielfältigen. Man kann ihren Parallelismus prüfen, wenn mannahe an dem Aequator liegende Sterne durch die oberen und durch die