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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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687
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§. 177. Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente.

rohr genau in die Ebene des Meridians zu bringen, und die erste dientdazu, das eine Ende der Are so lange zu erhöhen oder zu erniedrigen,diö diese Axe LU selbst genau horizontal ist, was man mit Hülfe einerWasserwage erkennt, die man, mit ihren Haken, an die beiden cylindri-schen Enden/V und 15 der Axe aufstellt oder anhängt.

Um für nächtliche Beobachtungen das Innere des Fernrohrs zu be-leuchten, dient eine an der äußern Seite des Pfeilers angebrachte Lampe p,die ihr Licht durch den in der Richtung z»I5 durchbohrten Pfeiler unddurch die ebenfalls hohle ^Drehungsaxe Uäl auf einen kleinen Spiegelwirft, der im Innern des Fernrohr bei IU unter einer gegen UN schiefenStellung aufgestellt ist, so daß er das von der Lampe empfangene Lichtgegen das Ocular E des Fernrohrs refieclirt.

H. 17?. (Rectification der Fäden des Mittagsrohrs.) Ehe man mitdiesem Instrumente Beobachtungen anstellt, muß es in allen seinen Thei-len berichtiget oder recrifieirr seyn. Wir wollen die wichtigsten dieserOperationen hier kurz anzeigen, da sich die meisten derselben auch aufdie noch ferner anzuführenden Instrumente unverändert anwenden lassen.

Zuerst wollen wir bemerken, daß man durch den Brennpunkt desFernrohrs einen auf die Axe der beiden Linsen (H. 172) senkrechten Fadenin einer vercicalen Richtung einspannt. Dieser Faden wird daher, wenndas ganze Instrument richtig steht, den Theil des Meridians vorstellen,nach welchem das Fernrohr gerichtet ist, und der Augenblick, in welchemein Stern durch diesen Faden gehend gesehen wird, wird der gesuchteAugenblick der Culmination dieses Sterns seyn.

Um aber dem Faden die bezeichnete Stellung zu geben, in welcherer erstens senkrecht auf der Axe der beiden Linsen, zweitens genau durchden Brennpunkt, und drittens auf den Horizont vertical steht, wird mansich aus dem Vorhergehenden erinnern, daß dieser Faden im Innern desFernrohrs an einem feinen metallenen Ringe angebracht ist, welcher Ringselbst wieder durch eigene schrauben nach allen Richtungen bewegt wer-den kann. Da dieser Ring gewöhnlich schon von dem Künstler senkrechtans die Linsenaxe gestellt wird, und da auch ein kleiner Fehler in dieserStellung keine nachtheiligen Folgen hat, indem man doch immer nur inder Nähe der Mitte dieses Fadens beobachtet, so kann man in den mei-sten Fällen von den oben aufgezählten Forderungen die erste als schonerreicht betrachten.

Nicht so ist es mit der zweiten oder mit der Bedingung, daß derFaden auch genau durch den Brennpunkt des Rohrs geht. Diese Unter-suchung theilt sich in zwei von einander wesentlich verfchiedene. Es kannnämlich erstens der zur Linsenaxe senkrecht stehende Faden zwar durchdiese Axe gehen, aber zu weit vor oder hinter dem Brennpunkte, d. h.zu nahe oder zu fern von dem Objective des Fernrohrs stehen. Oder erkann zweitens, obschon er in derselben Entfernung, wie der Brennpunktselbst, von dem Objective ist, doch noch zur Seite diejes Brennpunktes,rechts oder links von ihm stehen. In beiden Fällen wird er nicht, wiedoch gefordert wird, durch den Brennpunkt geben.

° Ehe aber der Beobachter an diese beiden Correctionen geht, wird erdie Entfernung der beiden Linsen, seinem Auge gemäß, stellen. Aus dengemeinsten Erfahrungen an jedem Theaterpertpective ist bekannt, das^derKurzsichtige, wenn er durch ein solches Instrument gut sthen ioll, dastelbeverkürzen, oder die beiden Linsen einander näher rücken muß, währendder Weitsichtige sie von einander entfernt. Auch muß jeder von ihnen,wenn er gut sehen will, diese Distanz der Linsen etwas ändern, wenn ersehr nahe, oder wenn er sehr entfernte Gegenstände beobachtet. Dasselbe