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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
675
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§, 172.

Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente.

Punkte des Gegenstandes, z. B. von der Spitze eines Thurmes aus-gingen, sich wieder in einem einzigen bestimmten Punkte sammeln, undeben dadurch das Bild dieser Thurmspike bilden, und dasselbe wirdauch von jedem andern Punkte des Thurmes gelten müssen, weil sonst

das Bild depelbeu nicht so rein und deutlich seyn könnte, wie es in derThat erichelnt.

Wenn asto der nutzere Gegenstand, ein entfernter Thurm oder dienoch viel mehr entfernte Sonne, sehr weit von der Linse absteht, so liegtdas Bild derielben immer- in dem Brennpunkte der Linse. In diesemFalle können aber alle strahlen, welche von dem leuchtenden Gegen-stande auf die Linie fallen, als unter einander parallel angesehen wer-den, obschon eigentlich jeder einzelne Punkt des leuchtenden Körpers im-mer nur dlvergirende Strahlen aussendet, so daß also »für parallel auf-fallende Strahlen, der Ort des Bildes immer tu dem Brennpunkte derLinse ist."

Wenn aber der Gegenstand naher an die Linse rückt, so daß gegenjeine Entfernung, die Grötze der Linie nicht mehr als unbedeutend an-geiehen werden kann, so wird die Divergenz der auf die Linse fallendenStrahlen auch nicht mehr unmerklich seyn, man wird diese Strahlennicht mehr als unter sich parallel annehmen können, und dann wirdauch die Brechung derselben, bei ihrem Durchgange durch die Linse, eineandere seyn, als zuvor, d. h. das Bild des näher gerückten Gegenstan-des wird, zwar noch in die Axe Km der Linse, aber nicht mehr in denBrennpunkt derselben fallen, und überdieß auch nicht mehr dieselbeGröße haben, wie zuvor.

Es ist interessant zu sehen, welches, für jeden gegebenen Gegenstand,der Ort und die Größe seines Bildes seyn wird. Diese Frage läßtsich aber auf folgende sehr einfache Weise beantworten.

Wir wollen zuerst die Dicke der Linse als unbedeutend übersehen,da sie in der That auf die Antwort, dir wir suchen, nur einen sehr ge-ringen Einfluß hat, und bloß bemerken, daß von allen Strahlen, dievon irgend einem Punkte eines nahen oder fernen Gegenstandes aufdie Linse fallen, immer einer nicht gebrochen wird, nämlich derjenige,der durch den Mittelpunkts der Linse durchgeht und daher der Haupt-strahl jenes Punktes heißt. Die Ursache, warum dieser Strahl vonder Linse keine Brechung erleidet, sondern nach seinem Durchgange durchdieselbe seinen Weg in derselben Richtung fortsetzt, liegt offenbar in demUmstände, daß die beiden Orte der Linse, wo der Hauptstrahl in sietritt, und wo er sie wieder verläßt, in ihren Krümmungen einanderparallel sind, und daß sie daher keine Abweichung des Strahls vonseinem Wege hervorbringen können.

Es sey nun KGn die Axe und O der Mittelpunkt der Linse AM,und KL ein auf dieser Axe senkrecht stehender Gegenstand, dessen GrößeKL und Entfernung Ktl von der Linse gegeben ist, und dessen Bildman sucht.

Wenn die auf die Linse auffallenden Strahlen alle unter sich, undmit der Are Km parallel wären, so würden sie, nach dem Vorhergehen-den, nach ihrer Brechung sich alle in dem Brennpunkte der Linse verei-nigen. Sey p dieser Brennpunkt, dessen Ort man also, durch das obenerwähnte einfache Experiment mit der Sonne, leicht finden kann.

Was nun den untersten Punkt K des Gegenstandes KI! betrifft, derin der Are der Linse liegt, so wird sein Bild, auf der anderen Seite der^inse, ebenfalls irgendwo in der Are liegen müssen, weil der Hauptstrahl

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