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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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664
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Beschreibung und Gebrauch der astrvnvm. Instrumente.

§. 167.

wenn das Gestirn 8' in der Nähe desjenigen Verticalkreises W'IU(I. Fig.2) steht, dessen Winkel mit dem Meridian ein rechterist, daher man auch diesen Kreis den'ersten Berticalkreis zu nennenpflegt. In dieser Gegend also wird man die Hohe der Gestirne mit demQuadranten am vortheilhaftesten beobachten, wenn man ans dieser Hohenach der in 155 erklärten Weise die Zeit finden will.

Allein diese Zeit wird nicht die des Mittages seyn, welche letzte wirhier doch eigentlich suchen. Dieß würde nun zwar nicht als ein Hinder-niß für unsere Methode angesehen werden können, da es, wie man ohnemeine Erinnerung bemerken wird, gleichviel ist, ob man den Stand derUhr für zwei Mittage oder auch für zwei andere Augenblicke kennt, wennnur diese letzten den Augenblick der eigentlichen Beobachtung, der Fin-sterniß z. B. einschließen, oder doch nicht weiter von ihm entfernt find,als man sich auf den regelmäßigen Gang der Uhr verkästen kann. Alleindie Berechnung des Dreieckes um daraus, nach H. 165, den Stun-

dcnwinkel des Gestirns zu finden, wird, wenn sie oft wiederholtwerden soll, beschwerlich und zeitraubend seyn, und was noch viel wuchti-ger ist, die beobachtete .Höhe muß völlig genau bekannt seyn, weil sonstder Stundenwinkel und sonach die ganze Zeitbestimmung selbst fehlerhaftseyn würde. Allein um eine genaue Höhe zu erhalten, muß man auchein sehr genau gearbeitetes, ein sehr vollkommenes Instrument haben,und solche sind nicht Jedermanns Sache, da sie nur mit großen Kostenangeschafft werden können. Dazu kommt noch, daß man nicht nur diePolhöhe IM oder 90 M des Beobachtungsortes und die PoldistanzNdU des Gestirns, sondern auch noch die Refraction (I. §. 183) genaukennen muß, um durch die Auflösung jenes Dreieckes den Winkel M8'mit aller Schärfe zu bestimmen, und alle diese Forderungen sind nicht

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immer so leicht zu erfüllen, als man wohl auf den ersten Blick glau-ben sollte.

Allein von allen diesen Hindernissen und Schwierigkeiten können wiruns völlig befreien, wenn wir bedenken, daß alle Sterne zu beiden Sei-ten des Meridians dieselbe Höhe über dem Horizonte in denjenigenbeiden Augenblicken haben, wo sie denselben Abstand von: Meridian, d. h.wo sie, zu beiden Seiten des Meridians, auch gleiche Stunden winkethaben. Die Sonne steht drei Stunden vor dem Mittag, d. h. um 9 Uhrwahre Zeit Morgens genau eben so hoch, als sie um 3 Uhr w. Z. Abendssteht, und so für jede andere zwei gleiche Stnndenwinkel, wenn andersihre Declination in dieser Zwischenzeit unveränderlich angenommen wer-den kann. Bei den Fixsternen ist dieß in der That der Fall; bei derSonne, dem Monde und den Planeten aber ist diese Declination aller-dings veränderlich, aber diese Veränderung ist im Allgemeinen sehr klein,und es ist leicht, auf sie durch Rechnung Mücksicht zu nehmen, wobei wiruns aber hier nicht weiter aufhalten wollen.

Wenn man also die Sonne an einem Tage zweimal, vor und nachdem Mittagesie in beidenweiß man

winket der Sonne'gehören, oder mit andern Worten, daß der Augenblickder ersten Beobachtung eben so weit vor dem wahren Mittage, als derzweite nach dem Mittage statt hat, daß also auch der gesuchte wahre

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