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Ursprung des Weltsystems. §. 149.
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gen an und bildeten endlich diese Kruste, diese Oberfläche der Erde, diewir bewohnen und die jetzt so tief in die ganze Luftkugel eingesenkt ist,daß bloß unsere gegenwärtige Atmosphäre darüber noch hervorsteht. Che-mische Prozesse, Gasentwickelungen, Explosionen von Dämpfen, die un-ter dieser Kruste in der so stark verdichteten Luft Statt haben, werden ^diese Kruste an einzelnen Stellen durchbrechen, wodurch die neptnnischenund vulkanischen Revolutionen erklärt werden können, die unsere Erdeschon so oft erlitten zu haben scheint, oder sie werden, wenn sie jeneKruste nicht zerbrechen können, in der untern Luft Wellen verursachen,die sich auf Tausende von Meilen erstrecken und uns als Erdbeben fühl-bar seyn werden.
Dieser ursprüngliche Dunst, dieser Nebel, diese chaotische Urmaterie,oder wie man sie sonst nennen will, ist nicht mit unserer atmosphäri-schen Luft identisch, da diese letzte gleichsam nur ein Produkt, oder derfeinste Theil von jener ist. Wir haben bereits oben, bei Betrachtungder Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels gesehen, daß die An-nahme einer solchen nebelartigen Urmasse sehr viel Wahrscheinlichkeit fürsich habe, eine Meinung, die schon Newton hatte, indem er behauptete,daß die ganze Welt sich aus einem flüchtigen Wesen niedergeschlagen zuhaben scheine, wie sich Wasser aus Dampf niederschlägt, und daß danndieser Niederschlag zu den mannigfaltigsten Formen zusammen geronnensey, die wir jetzt an den Körpern der Erde bemerken.
Wem der Ausdruck, daß alle, auch die festen Körper, in letzter Ana-lyse, aus Luft bestehen, zu auffallend erscheint, der erinnere sich nur,daß infiammable Luft, mit dephlogistisirter vermischt, Wasser gebe, unddaß aus Wasser Eis werden kann, zu welchem sich jene gemischte Luftunmittelbar nicht verdichten läßt. Dieses Wasser auf gebrannten Gypsgegossen, verhärtet sich mit ihm zu einem steinförmigen Körper, aus demwir Statuen machen, welche letztere also im Grunde aus zwei Lufrartenbestehen. Wasser entsteht aus Luft, viele Pflanzen entstehen aus demWager, und unzählige Thiere leben allein vom Master, Luft und Pflan-zen, also von Luft und von solchen festen Körpern, die früher auch Luftgewesen sind. Was sind daher diese Thiere selbst gewesen ? — So stehtmit Eins der Elephant mit aller seiner Majestät und seinem Elfenbeinda, aus Dunst zusammen geronnen, wie Franklin's Welt. — In derThat, da die Natur die Pflanzen und Thiere nicht baut, wie wir unsereHäuser bauen , sondern sich derjenigen Kräfte l>abei bedient, die sie indie kleinsten Elemente der Körper gelegt hat, und da diese Kräfte nurin den kleinsten Distanzen wirksam sind (H. 12), so ist immer Flüssig-keit nöthig, damit sich Alles finden und an einander fügen kann. Daaber auch diese sich bald verlieren oder durch ihre eigene Schwere nachden tiefsten Stellen ziehen würde, so müssen diese flüssigen Körper auchin elastische übergehen, d. h. in luftförmige Körper, auf die wir daherimmer wieder in letzter Instanz zurück zu kommen gezwungen sind.
§. 149. (Besondere Eigenschaften des Planetensystems.) ObschvN dieElemente des Planeteusystems, wie es scheint, ganz willkührlich sind, sohaben sich doch mehrere sehr merkwürdige Eigenheiten, die allen Bahnengemeinschaftlich sind, und die daher auch eine besondere Betrachtung ver-dienen.
Man bemerkt nämlich nicht ohne Verwunderung, daß sich alle Pla-neten ohne Ausnahme in einer und derselben Richtung, von West nachOft bewegen. Auch die Satelliten gehen in derselben Richtung um ihreHauptplaneten. Ja selbst die täglichen Umdrehungen dieser Körper gehensämmtlich von West nach Ost. Dieß ist in der That sehr auffallend.