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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
633
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tz. i»8. Ursprung des Weltsystems. .

daher wir sie hier mit den Worten des Letzteren, nur etwas abgekürzt,wieder mittheilen wollen.

Zum besseren Verständniffe von Franklin's Idee wird man sich derbereits früher (I. H. 183) erwähnten Entdeckung Mariotte's erinnern,nach welcher unsere atmosphärische Luft, wenn sie zusammen gedrücktwird, an Dichtigkeit gerade so zunimmt, wie die Gewichte, durch welcheder Druck bewirkt wird, so daß alzo ein doppelter oder dreifacher Druck auch

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rechte, oben offene Höhle im Innern der Erde, und nimmt man an, daß

die Luft,in der Höhle mit der außer derselben, mit welcher sie imfreien Znmmmenbange ist, gleiche Temperatur habe und daß endlich dasMariotteffche Gebest durchaus für jede Tiefe, für jede Dichte der Luftgelte, jv würde die Luft in der Höhle immer dichter werden, je tiefersie läge, und bei einer Tiefe unter der Oberfläche der Erde von 7'/zdeutschen Meilen würde das Waffer, von 10L/2 Meilen das Zinn, vonN Meilen das Silber und von 11'/2 Meilen das Gold in dieser Luftschwimmen. Würde z. B. das Gold durch^irgend eine Kraft noch unterdiese Tiefe von 11^/2 Meilen, in eine noch dichtere Luft gebracht unddann sich selbst überlassen, so würde es, gleich einem unter dem Wasserausgelassenen Korkholze, bis zu der vorigen Tiefe von 11 V- Meilen hin-auffahren.

Nun geht Franklin von dem Gedanken aus, daß die Zerstörungen,die wir auf der Erde bemerken, zu groß sind, als daß sie hätten entste-hen können, wenn die ganze Erde, auch in unsern gegenwärtigen Zeiten,eine durchaus solide Masse wäre. Er meint also, sie bestehe in ^ ihremInnern aus einer Flüssigkeit, die dichter ist, als alle feste Körper, diewir auf der Erde kennen, und auf der daher diese festen Körper schwim-men können. Da nun die Luft, wie wir gesehen haben, durch Vermeh-rung des auf ihr lastenden Druckes einer so großen Dichtigkeit fähigwerden kann, so wäre es möglich, daß die Erde selbst aus einer solchenLuft entstanden ist, die sich gegen den Mittelpunkt hin, etwa nach demMariotte'schen Gesetze, immer mehr und mehr verdichtet habe. In die-ser Luft werden sich alle festen Körper, die entweder in sie gerathen, oderdie aus ihr selbst und ihren ursprünglichen, .'heterogenen Bestandtheilenentstehen, jeder in eine bestimmte Entfernung von dem Mittelpunkte derErde setzen, und wenn ihrer mehrere in gleichen Entfernungen von demMittelpunkte zusammen kommen, auch wohl eine Art von harter Krustebilden, eine Rinde oder Kugelschaale, welche die innere, noch dichtereLuft ringsum einschließt, und die an manchen ihrer Stellen so dünnseyn kann, daß sie durch eine^vvn Innen auf sie wirkende Kraft leichtdem Zerbrechen ausgesetzt wird.

Nimmt mau also mit Franklin an, daß alle Materien mit ihrenKrä ften anfänglich wie ein Dunst durch den Weltraum verbreitet gewe-ftd >eu sind, so mußten sich, wenn die Anziehung der einzelnen Theile die-ser Materie zu wirken anfing, die schweren Dunsttheilchen dem Mittel-punkte mehr nähern, und da sie sich, vermöge ihrer Elasticität, auch ein-ander abstoßen, zugleich immer dichter werden, je mehr sie sich anhäuf-ten. wodurch dennfeben die?erwähntekLuftkugel entstanden seyn kann, in