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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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632
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Ursprung des Weltsystems. h. 148.

Kometen da, welche letztere in allen möglichen Richtungen um die ersteschwärmten. Einige von diesen Kometen mußten mit der Zeit der Sonnenäher kommen, als es ihnen vielleicht selbst lieb seyn mochte. Da ge-schah von zwei Dingen eines: entweder begegnete der Komet der Sonnebeinahe in einer auf die letzte senkrechten Richtung, und dann blieb eran der Sonne hängen, um ihre Masse zu vermehren und den Verlustzu ersetzen, den sie durch das Ausströmen ihres Lichtes erleidet> oderder Komet begegnete der Sonne nur in schiefer Richtung, er streifte bloßdie Oberfläche derselben und riß daher ein größeres oder kleineres Stückder Sonne ab, um es fortan auf seiner großen Bahn mit sich weiter zuführen. Da die Sonne ihrer Natur nach, die Buffvn sehr genau kennt,flüssig ist, und da alle Kometen, wie er ebenfalls mit Sicherheit bestim-men kann, von der Westseite kommen müßen, wenn sie an die Sonnestoßen wollen, so erklärt sich daraus ohne alten Anstand die Entstehungsowohl, als auch die Bewegung aller unserer Planeten. Jenes abgeris-sene Stück der flüssigen ^Sonne schleppte nämlich der Komet in Formeines Baches, eines Wasierschweifeö, hinter sich her, und dieser Stromtrennte sich in mehrere Theile, in verschiedene größere und kleinere Ku-geln, die je nach ihrer Entfernung von der Sonne, in welcher sie ent-standen. eine verschiedene Geschwindigkeit um diese Sonne und auch zu-gleich eine Rotation um ihre eigene Axe hatten. Auf diese Weise sindalso die Planeten, und auf eine ganz ähnliche sind auch die Satellitendieser Planeten entstanden. Und weit der Komet, wie gesagt, von Westgen Ost zur Sonne kam, so ist dadurch auch sofort erklärt, warum diejährliche sowohl, als auch die tägliche Bewegung der Planeten in dersel-ben Richtung, von West gen Ost, vor sich geht.

Da man zu Buffon's Zeiten die oben erwähnte Hypothese Wln'fton'sschon wieder vergessen hatte, so wurde diese neue Darstellung des großenfranzösischen Naturforschers sehr lange als die beste, ja als die einzigwahre, allgemein angenommen.

Dazu trug eben sowohl der blühende Styl, mit welchem er seinenRoman auszustatten wußte, als auch die verwegene Sicherheit bei, mitwelcher er den Gegenstand bis in das kleinste Detail verfolgte, als ober bei der Schöpfung der Welt ein naher Zuschauer gewesen wäre. Sobehauptete er z. B., daß jenes von dem Kometen abgerittene Stück derSonne, mit welcher unsere Erde entstand, volle AM) Jahre in dem Zu-stande des Glühens und weitere 34000 Jahre durch die Wirkung derHitze im Flusse gewesen sey; selbst nach dieser Zeit sey das Meer nochganz mit der Atmosphäre vermengt gewesen, weil die Erde noch immerso he;ß war, daß sie alles Waster in Dämpfe verwandelte. Nach ferne-ren 2500« Jahren fiel endlich dieses Wasser ans der Luft herab und be-deckte die Erde bis auf l2000 Fuß Höhe. In den folgenden 20000 Jah-ren verlief sich dieses Wasser allmählig in die Tiefen der Erde, vorzüg-lich in den Gegenden um den Aequator, wohin es von beiden Polenströmte, welche letzten daher zuerst trocken und kühler wurden, dahe/auchin den Polarländern die ersten Spuren des vegetabilischen und animali-schen Lebens getroffen wurden, und was dergleichen Dinge mehr sind,die er seinen Lesern als nnbezweifelbare Wahrheiten und als Resultate,die unmittelbar aus seinen Berechnungen (!) hervorgegangen sind,aufzudringen sich bemüht.

tz. 148. (Fr.mklm's Hypothese.) Franklin's Ansicht dieses Gegenstan-des hat uns Lichtenberg mitgetheilt, und was Männer, wie diese beiden,auch nur in Nebenstunden und gleichsam im Vorbeigehen, aufzunehmender Mühe werth finden, kann auch keinem Anderen'unwillkommen seyn,