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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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631
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§. 147. Ursprung des Weltsystems. gz i

in welchen er das Feld der sichern Geometrie verließ, um auf dem etwasweicheren Moorboden der Phantasie auszuruhen.

Whiston im Gegentheile machte diese Speculationen zu dem eigent-lichen Gegenstande seines Lebens und brütete darüber mit einer Vorliebeund mit einem Eifer, der einer bessern Sache würdig gewesen wäre. Erhatte sich in die Kometen verliebt und mußte auch aus ihnen Alles, seineeigenen Thorheiten nicht ausgenommen, mit der bündigsten Schärfe ab-zuleiten. Nach seiner Meinung war die Erde anfangs selbst ein Komet,aber ohne Axendrehnng, daher auch ohne Bewohner, ein todter Klotz,der sich ludet? doch um die Sonne bewegte. Nach vielen Millionen vonJahren stieß er zufällig mit einem andern Kometen zusammen, wodurcher anfing, sich um seine Are zu drehen. Der Wechsel des Tages undder Nacht, der dadurch auf der Erde entstand, lockte Pflanzen und Thiereans ihre Oberfläche hervor. Jahrtausende durch dauerte auf derselbeneine paradiesische Zeit, die unser Gelehrter mit nicht minder lebhaftenFarben schildert, als die darauf folgende Periode einer allgemeinen Ver-derbniß, die endlich so sehr überHand genommen hatte, daß es einesneuen Kometen bedürfte, um das ganze verruchte Geschlecht in seinemWasser zu ersäufen. Seitdem geht es, wie wir alle wissen und daeS, wie ebenfalls bekannt, bereits stark Berg ab geht, fo steht in Kur-zem ein vierter und letzter Komet zu erwarten, der aber weder so stößigwie der zweite, noch auch so wässerig wie der dritte, sondern der viel-mehr ganz feuriger Natur seyn und die arme Erde mit Allem, was inund auf ihr ist, zu Staub und Asche verbrennen wird.

Bemerken wir noch zur Ehre unseres Geschlechtes, daß das WerkWhistons (KMrmxauic ul zrr'iiePIes und a ncnv timory ot' llis mulü.(mmliralKs 1708), in welchem er uns diese Dinge zum'Besten gibt, beiseiner Erscheinung als eines der höchsten Products des menschlichenScharfsinnes bewundert und von Klein und Groß mit einer Gierde gele-sen wurde, deren sich wohl nicht leicht ein anderer Roman bisher zu er-freuen das Glück gehabt hat.

Burnett flAIIuri« Uioorm summ. Innul. 1816) suchte die Schö-pfungsgeschichte der Genesis auf eine oft sehr sonderbare Weise mit sei-nen eigenen excentrischen Ideen in Uebereinstimmung zu bringen. Ear-tesius (Ui-meix. !N!!">-a»j>I,me. 1686) ließ die von jeher existi-

rende chaotische harte Urmasse in Stücke zerspringen, die sich sofort inwirbelnde Bewegung versetzten, woraus endlich, man sieht nicht recht aufwelche Weise, Sonne, Mond und Planeten herausgewirbelt wurden.Lazaro Moro wurde durch die Entstehung des Monte rmovo bei Nea-pel i. I. 15.18 auf eine neue Schöpfungsgeschichte geführt, in welcherdas Centralfeuer die Hauptrolle spielt und die man in seinem Werke(!).: <-«>!. Vo»e/.ia 1740) nachsehen kann. Pallas (0'08M-VNÜ0N8«ur In toi-inickion dos nwnwKne8. Z^vtersdoui-K 1777) leitete die Entste-hung der Welt obne Hülfe des Feuers, ans dem Wasser des Urmeeresab. Marschall von Bieb erst ein (Ueber den Ursprung des Weltgebäu-des. Gießen 1802) zeigte, daß die Planeten und ihre Monde bloße Con-glomerate von Meteorsteinen, also desselben Ursprungs mit unseren so-genannten Sternschnuppen sind, und was dergleichen Behauptungen mehrsind, die z. B. von Silber schlag, Scheuchzer, Hollmann, Pluche,Bourgnet. Maillet und erst in den neuesten Zeiten von Wrede,Lamark, Hutton u. A. aufgestellt worden sind.

H. 147. (Buffon's Hypothese.) Auch Bttffon, der Plnnus untererZeiten, versuchte seine Kraft an diesem intereßanten Gegenwände. Nachihm war im Anfang aller Dinge bloß die Sonne und eine Unzahl von