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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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Andere merkwürdige Folgen d. Störungen d. Planeten. §. 141.

Sommer 30 und im Winter 400mal übertreffe. Diese Herren brauchtenaber diese Zahlen zur Unterstützung ihrer schönen Romaue von der Atlan-tis, und von dem berühmten Urvolke, das vor undenklichen Zeiten inden Hochebenen des mittleren Asiens alle Wigenschaften, und besondersdie Astronomie bis zu einem bisher unerreichten Grad der Vollkommen-heit ausgebildet haben soll. Allein Fourier hat diesen Gegenstand nichteiner leeren Declamation, sondern einer strengen Rechnung unterworfen,und gefunden, daß der Beitrag, den das Centralfeuer der Erde zu derauf der Oberfläche derselben herrschenden Temperatur liefert, gegenwär-tig nur den dreißigsten Theil eines Grades Reaumur betrage. Dieß istalso sehr weit entfernt, die so sorgfältig ausgeschmückten Träume jenerGeologen zu bestätigen. Jene Centralwärme der Erde, so groß sie auchin beträchtlichen Tiefen unter der Oberfläche derselben ist, hat sich dochschon so sehr gegen den Mittelpunkt zurückgezogen, daß sie die mittlereTemperatur der Oberfläche kaum mehr auf eine für unsere Instrumentemerkbare Art vergrößert.

Die gänzliche Verschwindung dieses Centralfeuers, welche die Folgeder Zeiten einmal heraufführen wird, kann daher auch nicht im Standeseyn, die von der Einbildungskraft jener Schriftsteller aufgestellten Be-sorgnisse zu unterstützen, nach welchen dann die Oberfläche der Erde einerentsetzlichen, alles Leben und jede Vegetation zerstörenden Kälte ausge-setzt werden soll. Uebrigens, wenn die Erde bei ihrer Entstehung, wiees sehr wahrscheinlich ist, in der That in einem Zustande der Jncan-descenz, die sich auch auf ihre Oberfläche erstreckte, gewesen ist, welcheReihe von Jahrtausenden mag erforderlich gewesen jeyn, diese Tempera-tur bis auf die des dreißigsten Theils eines Grades herab zu bringen?

§. 14t. (Wirkung der Sonne auf die Temperatur der Erdoberfläche,)Die Sonne ist daher bei weitem die vorzüglichste, man kann sagen, dieeinzige Ursache der Temperatur, welcher sich die Oberfläche der Erde er-freut. Diese Wirkung der Sonne auf die Erde ist aber eine doppelte.Die erste ist periodisch und geht bloß zu einer Tiefe von nahe fünfzigFuß. Hart unter der Oberfläche und noch mehr über derselben ist dieseWirkung täglichen sowohl, als auch jährlichen Variationen unterworfen,die wir an unseren sogenannten Tages- und Jahreszeiten erkennen.Diese Variationen nehmen mit der Tiefe ab, und fünfzig Fuß unter derOberfläche sind sie schon nicht mehr bemerkbar. Die zweite Wirkung derSonne auf die Erde fängt im Gegentheile erst mit der Tiefe von 100Fuß an, fühlbar zu werden. Hier gießt die Sonne täglich ihre Wärmeaus, die sich dann in diesen tiefen Gegenden sammelt und vorzüglich diedem Aequator nahen Orte durchdringt, aber auch von da allmählig zuden Polen hin sich verbreitet.

Von den Wärmestrahlen der Sonne, welche die Erde erreichen, ge-hen die einen durch die Atmosphäre und die Gewässer des Oceans, wäh-rend andere 'von diesen Flüssigkeiten absorbirt und wieder andere vonihnen in den Weltraum zurückgeworfen werden. Dieser letzte, uner-meßliche Raum ist der Sammelplatz aller Wärme, die seit dem An-fange aller Dinge von den Himmelskörpern, von der Sonne, den Pla-neten und Kometen und von den Fixsternen ausströmte. Jeder die-ser Körper hat seine ihm eigenthümliche, ursprüngliche Wärme, die er inFolge der Zeit durch Verkühlung immer mehr verliert. Aber auch jenerWeltraum selbst, in welchem sich diese Körper bewegen, scheint seineeigene Wärme zu besitzen, die nicht bloß das Resultat jener Wärmeaus-strahlung der Himmelskörper ist. Wenn dieser Raum ohne alle Wärmewäre, so würden die Pole unserer Erde einer ungemeinen Kälte ausge«