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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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620
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KM ?moere merkwürdige Korgen d. Störunge!! d. Plan. §. izo-izi.

kreisen beständig von Ost nach West ziehen, oder das; das Herabsteigendes Polar-Eises gegen den Aequator, und andere Versetzungen großerMassen auf der Oberfläche der Erde oder des Meeres, daß Erdbeben,Vulkane u. dgl. die Geschwindigkeit der Notation derselben verändernkönnten. Allein eine nähere Betrachtung dieses Gegenstandes hat dieZweifel zerstreut, und man kennt durchaus keine Ursache, welche großenTheilen der Erdmasse so beträchtliche Ortsoeranderungen geben könnte,um dadurch die Länge des Tages auf eine uns merkbare Weise zu stören.

H. 1.30. (Aus der saculäreu Gleichung der mittleren Mondesbewegiiug,)Wir haben oben (K. 88) gefunden, daß die mittlere Bewegung des Mon-des seit undenklichen Zeiten immer schneller wird, und daß dadurch dieLange des Mondes in t Jahrhunderten um 10.72 Lt Secunden zunimmt.Wer das Verfahren naher kennt, wie man zu dieser Kenntniß kam, wirdohne Anstand zugeben, daß diese Zahl 10.72 wenigstens bis auf eine Se-cunde genau ist. Nehmen wir nun an, daß die Damer des Tages jetztz. V. um eine Secunde größer sey, als zu Hipparch's Zeiten (750 Jahrevor Chr. G.). Dieß vorausgesetzt, würde also auch ein Jahrhundertoder 36525 Tage um eben so viele oder um 30525 Secunden, d. h. um10 Stunden, 8 Minuten, 45 Secunden größer seyn, als zur Zeit Hip-parch's. In !0 Stunden, 8 Minuten, 45 Secunden beschreibt aber derMond in seiner mittleren Bewegung einen Bogen von 5 Grad, 3! Mi-nuten, 13 Secunden oder von 20053 Secunden. Daraus folgt, daß bloßdurch diese kleine Vergrößerung des Tages von einer Secunde die gegen-wärtige Säcularbewegung des Mondes um 20053 Secunden größer er-scheinen müßte, als zur Zeit Hipparch's. Allein dann müßte zugleichder vorhergehende Faktor von tt, nicht 10 .22 Secunden, sondern 542Secunden, also über 50mal größer seyn, da er doch, wie wir bereitsgesagt haben, den neuesten Beobachtungen gemäß höchstens um eine ein-zige, nicht aber um 530 und mehr Secunden unrichtig seyn kann. Es istalso ganz und gar unwahrscheinlich, daß die Länge des Tages seit demAnfange nn>erer Zeitrechnung, nicht bloß um eine ganze, sondern auchnur um den hundertsten Theil einer Secunde sich geändert habe.

Wenn man sich ans dem Vorhergehenden (k. H. 123) erinnert, mitwelcher n»gemeinen Präcejsion die Umlaufs,zeiten der Planeten bestimmtwerden können, und in der That auch schon von den Alten bestimmtworden sind, so wird man es nicht nur nicht übertrieben, sondern viel-mehr sehr billig finden, daß die Astronomen die Unveränderlichkeit derLänge des Tages nur zwischen den Gränzen des hundertsten Theiles einerSecunde angenommen haben, da sie, wie die vorhergehenden Schlüssezeigen, mit Sicherheit noch viel engere Gränzen hätten annehmen können.

H. 181. (Ui. ttiiveränderlicl'kest der großen Axen der Planetenbahnen.)

Wir haben oben (im siebenten Kapitel) die säcnlären Störungen der Pla-neten betrachtet und die Aenderungen angegeben, welche, durch den ge-genseitigen Einfluß dieser Körper, die Neigung und die Lage ihrer Kno-ten sowohl, als auch die Ercentricität und die Länge der Apsidenlinie ih-rer Bahnen erleidet. Wir haben daselbst gesehen, daß diese Größenjämmtlich veränderlich sind und zwischen bestimmten Gränzen in sehrgroßen Perioden von mehreren Jahrtausenden hin und wieder geben, dieApsiden allein ausgenommen, die in keine solche Gränzen eingeschlossensind und in der Folge der Zeiten ihren ganzen Kreis um die Sonne zu-rücklegen. Diese Ausnahme scheint ihre Ursache darin zu haben, daß estnr die Erhaltung des ganzen Systems offenbar gleichgültig ist, nachwelcher Seite der Himmelssphäre hin die große Are der 'Planetenbahnengencotet sey,, mag, um so mehr, da diese Bahnen ohnehin nur sehn wenig