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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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619
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§. t27129. Andere merkwürdige Folgen d. Störungen d. Plan.

diejenige Axe, um welche die Ellipse gedreht wird, sondern auch nochjeder Durchmesser des Aeguators des Körpers eine freie Axe.

H. 127. (Anwendung auf die Erde.) Wenden wir das Vorhergehendeauf die Erde oder überhaupt auf die Planeten an, die zur Zeit ihrerEntstehung wahrscheinlich die Gestalt einer Kugel hatten. Der primi-tive Stop, dem sie ihre Bewegung verdanken, gab ihnen eine Rotationum einen ihrer Durchmesser, d. h. also um eine freie Axe. Durch die soentstehende Notation der Kugel wurde sie an ihren Polen abgeplattet,die Kugel wurde in ein Ellipsoid verwandelt, das durch die Umdrehungeiner Ellipse um ihre kleine Axe entsteht. Dadurch hörte also die ur-sprüngliche Drehungsaxe nicht auf, eine freie Axe zu seyn. Die Plane-ten bewegen sich also um solche vollkommen freie Axen, die keinen Druckerleiden, daher sie auch ihre Rotation um diese, immer dieselbe Lagebeibehaltenden Aren, ungestört und ohne Ende fortsetzen. Ja diese Ab-plattung der Erde trägt selbst wesentlich dazu bei, die Lage der Nota-tionsaxe derselben immer in derselben Lage zu erhalten, da sie, wenn sieauch durch äußere Kräfte etwas aus ihrer Richtung gelenkt werden sollte,eben durch diese Abplattung sogleich wieder in ihre frühere Lage zurück-gebracht werden müßte, während im Gegentheile, wenn die große Axeder erzeugenden Ellipse die Notationsaxe des Körpers geworden wäre,schon die geringste Störung derselben hinreichend gewesen seyn würde,diese Axe immer mehr von ihrer früheren Lage zu entfernen, ohne sie jewieder in ihre erste Stellung zurückführen zu können.

H. 128. (II. Unveränderlichkeit der Länge des Tages.) Dieselben Gründe,welche wir so eben für die Unveränderlichkeit der Lage der Erdaxe ange-geben haben, sprechen auch für die immer gleichförmige Rotation derErde um diese Axe, d. h. für die Unveränderlichkeit der Länge desTages. Die genauesten theoretischen Untersuchungen über die Störun-gen, welche die tägliche Drehung der Erde um ihre Axe erleiden könnte,haben durchaus keine, unseren Sinnen bemerkbare Aenderung in der Ge-schwindigkeit dieser Drehung erkennen lassen, und die schärfsten astrono-mischen Beobachtungen haben sich mit der Theorie vereinigt, diesen Grund-pfeiler der gesammten Sternkunde, die Unveränderlichkeit der Dauer desSterntages (I. H. 159), über allen Zweifel zu erheben.

H. 129. (Aus den Umlaufszeiten der Planeten.) Die alten Griechenhaben ihre Bestimmungen der Umlaufszeiten der Planeten um die Sonnemit einer so großen Genauigkeit.vorgenommen, daß wir, nach so vieltausend neuen, mit den besten Instrumenten angestellten Beobachtungen,nichts Wesentliches daran zu ändern gefunden haben. Da diese Umlaufszeiten, wie wir bald sehen werden, selbst für alle Zeiten unveränderlichsind, so müssen wir annehmen, daß auch die Länge des Tages, in wel-chen jene Umlaufszeiten ausgedrückt werden, seit jener Zeit bis auf un-sere Tage, keine Aenderung erlitten hat, weil sich diese sofort in den Re-volutionen der Planeten gezeigt haben würde. Wenn unser Tag umeine Secunde kleiner oder größer wäre, als der zur Zeit der Griechen,so würden wir die Revolution Jupiters, welche die Alten gleich 4332.5848Tage fanden, um 0.95 Tage oder um eine Stunde und zwölf Minutenanders finden, während wir doch in unseren neuesten Bestimmungenkaum einige Secunden von Mer alten abweichen. Selbst wenn der ^.ag sichnur .um den hundertsten Theil einer Secunde seit jener Zeit geäliderthätte, so würden wir jetzt die Revolution Jupiters um volle 43 Zeit-secunden anders finden, als die Griechen, was mit allen Beobachtungenaus jenen und aus unseren Zeiten in directem Widerspruche steht.

Man hat geglaubt, daß die Passatwinde, welche zwischen den Wende-

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