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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
604
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Gestalt und Atmosphären der Planeten. tz. ioz.

Stoßes dividirt. So hatten wir für die Erde die Entfernung des Sto-ßes gleich 0.006 gefunden, also ist auch die Distanz des ruhenden Punk-tes von dem Mittelpunkte der Erde gleich "'Vo-ous oder 66^/z Halbmes-sern der Erde, so daß also hier dieser Punkt weit außer die Erde, zwi-schen sie und die Sonne fällt. Bei Jupiter ist diese Distanz gleich 1.06,so daß also hier der Mittelpunkt der freien Rotation sehr nahe an derOberfläche des Planeten liegt. Bei dem Monde endlich ist sie gleich 200Mondhalbmesser, oder nahe 60 Erdhalbmesser, d. h. sehr nahe gleich dermittleren Entfernung des Mondes von der Erde. Für den Mond fälltalso jener Punkt sehr nahe in den Mittelpunkt der Erde, ein merkwür-diges Zusammentreffen, das vielleicht noch einmal nähere Aufschlüsse überdas geheimnißvolle Band geben wird, welches den Mond mit der Erdeverbindet.

H. 103. (Alter der Erde.) Da der ursprüngliche Stoß, von welchemwir oben gesprochen haben, die Bewegung der Erde um die Sonne inder Ebene der Ekliptik erzeugt hat, so muß die Richtung dieses Stoßesmit der Ekliptik selbst parallel, und zugleich nahe senkrecht ans die ur-sprüngliche Entfernung der Erde von der Sonne gewesen seyn, weil dieelliptische Bahn derselben eine so geringe Excentricität hat, oder einerkreisförmigen Bahn so ähnlich ist, in welcher bekanntlich der Halbmesterauf der Tangente des Kreises immer senkrecht steht. Da aber auch der-selbe anfängliche Stoß die Ursache der täglichen Rotation der Erdeum ihre Are seyn soll, und da diese Rotation in der Ebene des Aeqna-tors vor sich geht, so mnß die Richtung desselben aus derselben Ursacheauch mit der Ebene des Aequators parallel gewesen seyn. Daraus kannman den Schluß ableiten, daß die Erde zur Zeit ihrer Entstehung ineiner ihrer zwei Solstitien gewesen seyn muß, weil nur dort die Ekliptikdem Aequatvr parallel liegt, und daß sie zugleich in einer ihrer beidenApsiden gewesen seyn muß, weil nur in diesen beiden Punkten die Bahnder Erde auf ihrer Entfernung von der Sonne senkrecht steht. Die Erdescheint daher in der Nähe einer der beiden Sonnenwenden, und zwar zueiner Zeit entstanden zu seyn, wo die Apsiden der Erdbahn mit diesenSonnenwenden zusammenfielen. Nimmt man an, daß die Länge desPeriHeliums der Erde im Jahre 1800 unserer Zeitrechnung 99° 30', unddaß die tropische Bewegung desselben in 100 Jahren 1°.722 beträgt, sofiel die große Ave der Erdbahn oder die Apsidenlinie derselben mit einerder beiden Sonnenwenden zusammen in den Jahren 9204 oder 19656oder 30108 u. s. w. vor dem Anfange unserer Zeitrechnung. Ueberhauptaber hat man folgende Lagen des PeriHeliums der Erdbahn für verschie-dene Jahrhunderte (vergl. I. §. 153):

Jahr. Coincidenz des Perihels der Erdbahn.

19656 vor Chr. G. . . mit dem Svmmersolftitium.

14430 >> >> . . mit dem Herbstpunkt.

9204 . . mit dem Wintersolstitium.

3978 )) » ,) . . mit dem Frühlingspunkt.

1248 nach Chr. G. . . mit dem Sommersolstitium.

6474 » >, . . mit dem Herbstpunkt.

11700 . . mit dem Wintersolstitium u. s. w.

Diese Tafel mag unseren allzeitfertigen Geologen Stoff zu neuen.Hypothesen geben; wir wollen uns begnügen, sie angezeigt zu haben.Auch mag es dem bloßen Rechner erlaubt seyn, solchen Spekulationeneinen Augenblick nachzuhängen, ohne jedoch einen größeren Werth daraufzu legen, als sie in der That verdienen. Uebrigens ist das hohe Alter