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Gestalt und Atmosphären der Planeten.
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unserer Erde 'wohl keinem bedeutenden Zweifel unterworfen, vielmehrvereinigen sich mehrere Erscheinungen für dasselbe. Wir haben bereitsoben (l. Kap. 12) von den Thierkreisen zu Esne und Denderah in Ober-Aegypten gesprochen. Aber noch ältere Denkmäler scheint Indien auszu-weisen, welches Land, nach John Call's neuesten Untersuchungen, vomGanges bis zum Cap Comorin viele Spuren einer sehr frühen Culturenthält,^ da diese Gegenden ganz mit Pallästen, Tempeln und den Rui-nen derselben bedeckt sind, deren Bauart von einer bereits sehr weit vor-gerückten Kunst zeugt. ^ In einem dieser Tempel fand er einen Thier-kreis, I>er das Sonnensolstitinm in dem Sternbilde der Jungfrau zeigt,wo dasselbe am Himmel bereits vor 10000 Jahren gestanden hat. Ebenso fand A. Humboldt in Amerika auf dem Felsen im Norden der Ruinenvon Canur, unter dem siebenten Grad der nördlichen Breite, Zeichnun-gen und Inschriften,^die offenbar das Werk eines sehr gebildeten Vol-les gewesen seyn müsien, das aber vor undenklichen Zeiten daselbst ge-lebt haben mag, da die gegenwärtigen Bewohner dieser Gegenden wedereine Erinnerung an sie aufbehalten haben, noch auch über die Bedeu-tung dieser Inschriften etwas mittheilen konnten. Nach Pallas findetman in Sibirien nordöstlich vom Baikalsee ähnliche, viele Meilen weitfortlaufende, mit Charakteren und Zeichnungen bedeckte Felsen. DiesesLand enthält in seinem Boden mehr fossiles Elfenbein, als ganz Indienjetzt an lebenden Elephanten hat. Wenn Chevalier's Conjecturen gegrün-det sind, so müsten die berühmten Eisenminen der Insel Elba und Kor-sika schon seit vierzig tausend Jahren bebaut worden seyn.
Wie sich aber auch diese und andere Erscheinungen verhalten mögen,die man für das hohe Alter der Erde anführen kann, immer wird manmit dem folgenden Ausspruche eines unserer ersten und ausgezeichnetstenNaturforscher übereinstimmen müssen: vnvm>8 1'Iummm vivi-e et.
mourii' les nnlnes slsim vaste estitioe neeonstvait, venvevse et eoeonstrmt eueoi'e, «cm« cjas I'i»MK'Iimti>m meine 1a plus aetive pnissealteindre et lixer les piemieis bonleveisemens.
tz. 104. (Höhe der Atmosphäre.) Unsere Erde ist bekanntlich voneiner lnftförmigen Hülle, von einer Atmosphäre umgeben, deren Daseyndie Beobachtungen auch schon bei Venus, Mars und Jupiter nachgewie-sen haben, und die vielleicht bei keinem Himmelskörper fehlt. Es scheint,daß die Elasticität derselben, die an der Oberfläche der Erde dem Druckeder auf ihr lastenden obern Schichten proportional ist, in größeren Hö-hen viel schneller, als dieser Druck abnimmt, und daß dadurch eine Ver-dünnung der höheren Luft entsteht, bei welcher sie ganz ohne Elasticitätisi, und wo sie daher ihre Gränze haben muß. Diejenige Höhe der Luft,wo sie noch Kraft genug hat, die Sonnenstrahlen zurückzuwerfen, hatman, aus den Erscheinungen der Morgen- und Abend-Dämmerung, zuzehn d. Meilen berechnet. Allein die Sternschnuppen und andere meteo-rische Phänomene scheinen nach den bisherigen Beobachtungen selbst eineHöhe von dreißig und mehr Meilen über der Oberfläche der Erde zu er-reichen, und diejenigen Gegenden der Atmosphäre, in welcher noch Warme,Licht und Elektricität thätig ist, liegen wahrscheinlich m einer noch melHöhe.
Die eigentliche letzte Gränze der Atmosphäre muß ohne Zweifel dortangenommen werden, wo die Centrifugalkraft der mit der Erde zugleichrotirenden Luft mit der Schwere der Erde gleich groß geworden ist, dasich die Luft jenseits dieser Gränze, wo die Centrifugalkraft überwiegt,von der Erde entfernen müßte und nicht mehr bei ihr bleiben konnte.Wegen dieser Centrifugalkraft wird also auch die Atmosphäre, so wie die
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