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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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589
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Peri od i sch e St ö ru u gen.

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Tafeln entworfen, weit ihre grosien Ercentricitäten und Steigungen dergenauen Bestimmung derselben noch zu viele Hinderniste entgegen stellen.

H. 84. (Merkwürdige Störung zwischen Jupiter und Saturn.) Unterdiesen periodischen Störungen der Planeten sind vorzüglich zwei, die zwi-schen den beiden größten Zplaneten unseres Sonnensystems Statt haben,' Mikwürdig geworden. Schon Halley, Newton's Zeitgenosse, hatte be-merkt, daß die Umlaufezeit Saturn's zur Zeit des Hipparch (44g Jahrel yor Chr.) größer, und die des Jupiter im Gegentheile kleiner war, alszu Newton's Zeit, oder daß die mittlere Bewegung des Saturn seitdemj langsamer, und die des Jupiter geschwinder geworden sey. Diese Ent-decknng war um so ausfallender, da man bei allen anderen PlanetenI diese Ümlaufszeiten aus den älteren und neueren Beobachtungen durch-I aus constant oder unveränderlich gefunden hatte (I. §. 125), und daman bald darauf auch durch die Theorie belehrt wurde, daß dieses Ele-ment der Planetenbahnen in der That immer constant bleiben müsse.

Euler war der Erste, der diese sonderbare Entdeckung der Analysezu unterwerfen suchte. Er fand auch in der That eine solche Verzöge-rung des einen, und eine Beschleunigung des andern jener beiden Pla-neten, aber da er durch seine Theorie beide von gleicher Größe gefundenhatte, was mit den Beobachtungen nicht übereinstimmte, so konnte seineI Erklärung dieser Erscheinung, so sinnreich sie auch war, nicht angenom-men werden. Auch Lagrange beschäftigte sich später mit diesem eben sos schwierigen, als interessanten Gegenstände, aber ebenfalls ohne Erfolg.Diese nnd mehrere andere ausgezeichnete Geometer suchten den Grundjener Ungleichheit bald in dem Widerstande des Aethers, in welchem sichdie Planeten bewegen sollen, bald in den Störungen, welche die Kome-ten auf dieselben äußern, bald in der Zeit, welche die Kraft der Schwerebrauchen soll, von der Sonne bis zu diesem entfernten Planeten zu ge-langen u. dgl. Diese Muthmaßungen gaben allerdings zu andern, nichtminder wichtigen Entdeckungen Veranlassung, aber sie ließen doch denGegenstand, den man eigentlich suchte, im Dunkel.

In den lenten Decennien des verflossenen Jahrhunderts verglichLambert diejenigen Beobachtungen Saturns und Jupiters, die Tycho an-gestellt hatte, mit seinen eigenen und fand, zur noch größeren Ueberra-schnng der Astronomen, daß, ganz im Widerspruche mit Halley's Ent-deckung, die mittlere Bewegung Saturn's seit jener Zeit bis auf seineTage sich beschleunigt, und die des Jupiter im Gegentheile sich verzögerthade. Dieß machte viele an der Epiftenz dieser beiden Ungleichheitenzweifeln, indem sie die, wie sie meinten, nur scheinbare Veränderungdieser beiden Bewegungen bloß der Unvollkommenheit der älteren Beob-achtungen zuschrieben. Allein Laplace, der sich durch diese grundlosenVermuthungen nicht irren ließ, glaubte vielmehr eben in diesem äuszerenWiderspruche das Daseyn einer Störung von sehr langer Periode zu er-kennen, durch welche die Bewegungen dieser beiden Planeten mehrereJahrhunderte durch abwechselnd bald beschleunigt, bald wieder verzögertwerden könnten. Um diese Ungleichheit aufzusuchen, mußte er die Ge-sammtstörung dieser beiden Planeten, die man bisher, wie bereits oben(§. 73) gesagt wurde, nur in den ersten, und sonach groszten Gliedernlhrer unendlichen Reihen entwickelt hatte, noch auf mehrere oer folgen-den Glieder fortführen und zusehen, ob sich unter diesen letzten eure Stö-rung von sehr langer Periode finde, die den beobachteten Ungleichheiten

jener beiden Planeten entspricht. .

Bei dieser mühevollen Untersuchung kam ihm eine andere wichtigeEntdeckung zu Statten, die man schon früher gemacht hatte. Es ist