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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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579
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§. 72. Störungen der Planeten überhaupt.

einmal der^ dreitauiendste Theil von jener der Sonne, und in eben diesemVerhältniße steht also auch die Anziehung, welche er und die Sonne aufJupiter auchiben, wenn beide gleich weit von diesem Planeten entferntfind, ^a gelbst die Massen aller Planeten unseres Systems zusammengenommen, betragen noch nicht den achthundertsten Theil der Sonnen-masse, und sie können daher, auch wenn sie alle in einem einzigen Punktevereiniget waren, die Hauptwirkung, welche jede derselben von der Sonneerhält, nur unbedeutend abändern. Durch diese Einrichtung hat unserPlanetenstaat eure streng monarchische Gestalt erhalten, in welcher dieGestalt des Regenten über die eines jeden, auch des mächtigsten Unter-thcmen, vle! zu weit vorherrscht, und in weicher jede Unordnung, jederkleine Ungehorsam sofort wieder unter die Herrschaft des großen Ge-setzes zurückgebracht wird, das unmittelbar von dem Monarchen selbstausgeht, der die legislative und executive Gewalt in sich vereinigt,und mit Fug und Recht, weil er an Masse, die dort die Stelle der Gei-steskraft vertritt, die Kraft aller seiner Unterthanen über achthundert-mal übertrifft. Diese Einrichtung unseres Planetensystems scheint eincharakteristisches Kennzeichen, nicht bloß im Ganzen, sondern auch in deneinzelnen Theilen desselben zu seyn. In der That ist die Ungleichheitder Stände in diesem Staate über uns so auffallend, daß wir hier unten,so bunt es auch zuweilen zugehen mag, kaum etwas ähnliches aufzuwei-sen haben werden, und doch bemerkt man in demselben seit Jahrtausen-den keine bedeutende Unordnung, indem auch die mächtigsten Untertha-nen denselben Gehorsam gegen ihren gemeinschaftlichen Herrscher äußern,den sie aber auch wieder mit derseben Strenge von ihren Untergebenenfordern, und mit demselben Rechte, kann man hinzusetzen, da auch siewieder an innerer Kraft ihre Unterthanen oft eben so weit übertreffen,als sie selbst alle zusammen von dem Autokraten des ganzen, großenReiches übertroffen werden. Unsere Erde bildet mit ihrem Monde einensolchen kleinen Staat im Staate, sie führt ihn auf ihrer weiten Reiseum die Sonne als ihren Diener in schweigendem Gehorsam mit sich,aber ihre Masse übertrifft auch die ihres Begleiters mehr als siebenzig-mal. Jupiter wird auf seiner noch viel größeren Bahn von vier solcherDiener begleitet, die aber alle zusammen noch nicht den zehntausendstenTheil der Maße ihres Herrn besitzen. Auf eine ähnliche Weise verhältsich Uranus zu seinen sechs, und Saturn zu seinen sieben Satelliten,vbschon wieder mehrere derselben selbst manchen Hauptplaneten, wie z. B.Merkur, an Masse übertreffen. Auf diese Weise werden also jene Mondegezwungen, die Oberherrschaft ihrer Hauptplaneten, und diese wieder,die alles überwiegende Macht der Sonne anzuerkennen.

H. 72. (III. Kleine Excentricitäten und Neigungen der Planetenbahnen.)Aber dieser günstige Umstand würde doch noch nicht hinreichen, die Hie-her gehörenden Rechnungen ausführbar zu machen, wenn sich nicht nochmehrere andere zu demselben Zwecke vereinigten. Wenn z. B. alle Pla-netenbahnen vollkommene Kreise wären, so würde weder die große A.re,noch die Ercentricität derselben irgend eine Störung erleiden. Wennaber, wie dieß in der That der Fall ist, diese Bahnen Ellipsen sind, sosieht man leicht, daß die Störungen der Planeten, welche in solchenBahnen einhergehen, im Allgemeinen desto größer seyn werden, je mehrdlese Ellipsen von Kreisen abweichen, oder je größer ihre Excentricitätensind. Wenn z. B. die Bahn Jupiters, des größten aller Planeten, eineExcentricität gleich der Hälfte ihrer großen Halbaxe hätte, so würdendadurch nicht nur diese Bahn selbst, sondern auch die ihr nahe liegendender andern Planeten sehr große Störungen erleiden, die am Ende eine

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