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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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577
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§. so- 7o. Störungen der Planeten überhaupt. 577

sagungen hat man (schiffe ausgerüstet, um diese Erscheinung an diesenund noch an vielen andern Orten der Erde zu beobachten, und das Ver-trauen wurde nlcht getäujcht. (?!. tz. 67.) Kurz, die Sache steht jetzt so,daß jeder wahre Astronom um jeden Preis eine sichere Werte einaehenkann, daß Jupiter oder irgend ein anderes Gestirns des Himmels, nachelu^' vl)n Agaven, Hu Eeeunde,

dem Spinnfaden selnes heute gestellten Fernrohrs erscheinen wird. Werdie Präcision der heutigen astronomischen Faseln kennt, wird diese An-gabe nickt übertrieben finden. Allein wenn dieß so ist, und wiegejagt, Aiemand, der dteje Wisieujchaft näher kennt, kann daran zwei-feln, lo mutz auch das oben erwähnte große Problem aufaelöst seyn,da ohne datzelae diese Leistungen offenbar unmöglich wären.

6l). (Durch welche Mittel die Berechnung dieser Stortingen erleich-tert wird.) Und durch welche Mittel, durch welche Kunstgriffe ist es unsmöglich geworden, diese Aufgabe, die größte und höchste, die wohl jedem menschlichen Geiste gegeben worden ist, aufzulösen? Die dieserwerden nicht erwarten, daß ich sie in das Labyrinth der mathematischenBerechnungen einführe, in welchem sie dem leitenden Faden der Ariadnewohl nur mit Widerstreben folgen würden. Wir wollen uns daher be-gnügen, nur einige von den Umständen anzugeben, durch welche uns,diese unter anderen Verhältnissen allerdings unübersteiglichen Hindernissezu besiegen, möglich geworden ist.

§. 76. (I. Große Entfernung der Planeten von uns.) Zuerst wollenmr bemerken, daß die ungemeine Präcision, mit welcher die Astrono-men die Lage der Gestirne angeben, oft uur scheinbar ist, und daß sieuns in den meisten Fällen sehr ungenau erscheinen würden, wenn wirsie, mit dem Maßstabe in der Hand, an Ort und Stelle nachmessenkonnten. Sie werden dieses selbst ohne Zweifel willig zugeben, wenn wirdafür, der Wahrheit zur Steuer, eben so willig zugestehen, daß sie dessenungeachtet mit den größten Schwierigkeiten siegreich gekämpst, daß sieihre Wissenschaft zu dem Stolze des menschlichen Geistes erhoben, unddieselbe viel weiter gebracht haben, als man von irgend einer andernrühmen kann. Sie können den Ort eines jeden Planeten, auf Jahr-hunderte voraus, bis auf die Genauigkeit der Dicke eiues Haares amHimmel bestimmen. Das scheint allerdings eine sehr große, und ist auchin der That, wenn man die dabei zu überwindenden Schwierigkeitenbedenkt, eine bewunderungswürdige Genauigkeit. Aber diese Dicke einesHaares, vor unser Auge gehalten, bis es am reinsten erscheint, wie vielbedeckt es wohl an der Sphäre des Himmels? Das feinste derselbenwenigstens zehn Secunden. Und diese zehn Secunden, wie viel betragensie z. B. von dem Umkreise der Uranusbahn? Wenigstens achtzehu-ransend Meilen oder mehr als zehnmal den Durchmesser unserer ganzenErde. Bei dem uns nächsten Fixstern, wenn er in der That (i. tz. 70)vier Billionen Meilen von uns absteht, würden diese zehn Secundenvolle zweihundert Millionen Meilen betragen. Solche Dinge nennen sieAne Kleinigkeit, und gewissermaßen mit Recht, denn ein Fehler von zehnSecunden in der Peripherie eines Kreises beträgt doch erst den I2ö600sten^heil des Ganzen. Wie viele Dinge sind aber, selbst unter denen, dieuns hier unten zunächst umgeben, deren Durchmesser oder deren Umfangwir bis aus den hunderttausendften Theil ihrer Größe kennen? Dessen-ungeachtet bleibt es wahr, daß diese Größen an sich selbst sehr bedeutendsind,so gering sie uns auch in jenen großen Entfernungen erscheinen. Undwohl uns, daß sie uns so erscheinen. Denn wenn wir dieses Gewirrevon zahllosen Himmelskörpern, gleichsam in einem viele MiUionenmal

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