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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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553
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§. 43. Massen und Dichtigkeiten der Himmelskörper. gzz

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kraft, die den Himmel Zusammenhalt oder als jenes magische Band, dasunsere Erde an die Sonne, und uns selbst an diese Erde fesselt. Wirwissen nur, oder glauben doch zu wissen, was von der Außenwelt durchjene fünf Kanäle, die wir unsere Sinne nennen, unserem Innern zuge-führt wird. Für alle andere Dinge aber fehlt uns das Mittel, sie auf-zufassen, daher wir auch nicht weiter nach ihnen fragen sollten, weileine Antwort auf solche Fragen doch unmöglich ist', und wenn ste mög-lich wäre, uus unverständlich bleiben muß. Wie viel mag uns noch,selbst in un,erer Nähe entgehen, das wir nicht einmal zu vermissen imStande sind, von dem uns unsere feinsten Fibern keine Vorstellungmehr geben. Ja es ist sogar sehr möglich, daß wir selbst von dem, waswir noch für das Begreiflichste halten, so viel als gar nichts wissen.Wie ganz anders würde uns wohl die Welt vorkommen, wenn wir ohneAugen geboren würden, oder auch, wenn es der Natur gefallen hätte,noch ein Paar solcher Klappen mehr in uns auszuschließen, um uns da-durch mit der Außenwelt in einen neuen Rapport zu setzen.

Wie es also auch mit dieser Attractionskraft der Körper, derenWirkung wir sehen, ohne die Ursache erforschen zu können, beschaffenseyn mag, so können wir doch nicht gut anders, als diese Kraft einemjeden einzelnen Theile, einem jeden Elemente dieser Körper zuzuschrei-ben, aus welchen ste, als aus den kleinsten Körpern ihrer Art, zusam-mengesetzt seyn müssen. Dieser nothwendigen Voraussetzung gemäß wirdalso die ganze Kraft, mit welcher ein Körper den andern anzieht, nichtsanders, als die Summe aller jener Kräfte seyn, die den einzelnen Ele-menten, aus welchen der Körper besteht, zukommen, und diese Totalkraftdes Körpers wird offenbar desto größer seyn müssen, je größer die An-zahl dieser Elemente, d. h. mit andern Worten, je größer die Massedes ganzen anziehenden Körpers ist, indem wir unter diesem Worte nureben die Summe aller den Körper constituirenden Atome zu verstehenHegen.

So fallen, um dieß auf unsere Erde anzuwenden, die Körper aufder Oberfläche derselben in der ersten Secunde durch 15 Fuß, und dieseErscheinung kann als die Wirkung der Attractionskraft, als das eigent-liche Maß der Kraft der Erde, so wie diese jetzt ist, angesehen werden.Wenn aber diese Erde, welche bekanntlich im Mittel die Dichtigkeit desFlußspaths oder des sogenannten Spießglases hat, wenn sie, ohne ihrenUmfang zu ändern, fünfmal mehr Masse in sich enthielte, oder die Dich-tigkeit unseres Goldes hätte, so würde auch die Kraft ihrer Attractionfür dieselbe Entfernung, fünfmal größer werden, oder die Körper würdendann, an ihrer Oberfläche, nicht mehr 15, sondern fünfmal so viel, also75 Fuß in der ersten Secunde fallen.

Dasselbe würde von zwei andern Kugeln gelten, deren Massen untersich verschieden sind. Unfer Mond z. B. hat nur den Allsten Theil derMasse der Erde. Er wird also auch einen Körper ?vmal schwächer an-ziehen, als die Erde, vorausgesetzt, daß derselbe in beiden Fällen gleichweit von dem Mittelpunkte der Erde oder des Mondes entfernt ist.

So lange man daher nur von einem einzigen Körper spricht, wirdwan noch immer, wie zuvor, sagen können, daß sich seine Anziehung wieverkehrt das Quadrat seiner Entfernung verhält. Aber wenn man dieAnziehung von zwei oder mehreren Körpern unter einander vergleichen,oder wenn man allgemein sprechen will, so wird man sagen müssen:'»Die Anziehung jehes Körpers verhält sich direct wie seine Masse, undmdirect wie das Quadrat seiner Entfernung, oder mit andern Worten,