^ Massen und Dlchligkeiren der Himmelskörper.
Entdeckung erwartet werden, die ihrer Natur nach sich über das ganzeSonnensystem, über den ganzen uns bekannten Theil des Himmels ver-preilet. 'Nachdem dieses große Gesetz einmal bekannt geworden war, sai>nian aus ihm, wie aus einer reichen Quelle, eine große Menge andererEntdeckungen entspringen, wichtiger und wunderbarer Entdeckungen,eeren Daseyn die 'Alten nickt einmal ahnden konnten, da ihnen alleWege, die zu denselben führten, fest verschlossen bleiben mußten, so langelynen jenes Gesetz selbst, dessen unmittelbare Folge sie sind, unbekannt war.
Wenn die mit der Astronomie Unbekannten hören, daß man in die-ser Wissenschaft die Größe und Entfernung der Sonne und des Monds,zu denen doch 'Niemand von uns gelangen kann, mir einer Genauig-keit G anzugeben vermag, wie sie dieß von der Größe ihrer Berge, undvon den Entfernungen ihrer Städte auf der Erde nicht im Stande sind,so bemächtiget sich ihrer eine Art von Ungläubigkeit, die nur durchThatsachen von ihrem Ausbruche zurückgehalten werden kann. So wür-den gewiß die meisten auch unsere Voraussage der künftigen Finster-nisse des Mondes und der Sonne eben so vornehm-ungläubig belächeln,wenn sie nicht bereits selbst so oft schon mit ihren eigenen Augen dieWabryeit dieser Prophezeihungen, wie sie dieselben in ihren Kalendernlese», bestätiget gefunden hätten.
Aber welche ganz andere Gefühle werden sich in diesen heimlichencheguern der Wissenschaft regen, wenn sie nun hören, daß die Astrono-men sich sogar unterfange» haben, den Mond und die Sonne und allePlaneten auf einer Wage abzuwägen, und nickt nur die Gewichte der-ssbcn, sondern auch die größere oder kleinere Dichtigkeit des Stoffes zuGlimmen, aus dem jeder dieser Himmelskörper gewebt ist. Wenn siehören, daß man, wenn die Sonne in einer Schaale dieser Wage liegt,in der anderen aber 350000 solcher Kugeln, wie unsere Erde ist, Stegenmuffe, um die Wage im Gleichgewichte zu erhalten; daß diese Sonnegroß genug ist, um aus ihr eine und eine halbe Million solcher Kugeln,wie unsere Erde ist, formen zu können; daß der ganze Sonnenkörperuur die Dichtigkeit unseres Bernsteins, Venus die des Glases, Saturndie des Cedernholzes habe; daß die Steine, die aus der Oberfläche unse-rer Erde in der ersten Secunde durch Z5 Fus? fallen,^ auf dem Marouur durch 0 Fuß, auf der Sonne aber durch 430 Fuß fallen u. s. w.,wenn sie so ungewöhnliche und für sie wenigstens so ganz unglaublicheBehauptungen hören, wer mag es ihnen verargen, das; sie die vermein-ten Großsprecher entweder gar nicht, oder doch nur in der 'Absicht an-hören, zu erfahren, wie geschickt sich der Sophist aus der sich selbst ge-legten Schlinge ziehen und wie fein er es anfangen werde, seinen glau-bigen Zuhörern Staub in die Augen zu streuen, um sie am Ende seinerProduktion, von einem Gallimathias hochtrabender und ulchtosageucerWorte betäubt, unoerrichteter Dinge wieder nach Hauie gehen zu lassen.
Und doch sind eben diese Fragen, deren Beantwortung auf denersten Blick so schwer, ja ganz unmöglich erscheint, die leichtesten rnganzen Astronomie und der Art, daß jeder Anfänger in oer Kunst nichtnur ihre Beantwortung, wenn sie ihm gegeben wird, verstehen, sonceru
B Verbältm'ßmäßig wenigstens. So kennen wir die Enrsenmng dev Mon-des und der meisten Planeten von der Erd- las ans den hundertstenTheil ihrer Größe genau. Von wie vielen Hunpistadteu unsei-i ^>de,besonders der außereuropäischen, lau» mau dasselbe sagen.