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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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547
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^ 40. Allgemeine Schwere. 545

Oberfläche der Sonne in einer Secunde durch 430, auf der OberflächeJupiters aber durch 30 Fuß fallen u. f. w.

Die große Abplattung Jupiters, die kurz zuvor Cassini entdeckt hatte,brachte Newton auf die Untersuchung der Ursache derselben, und dadurchauf die Bestimmung der wahren Gestalt der Erde, die auch, wenn gleichviel weniger als jener Planet, an ihren Polen abgeplattet ist. Erfand,daß die aus der Notation der Erde entstehende Centrifugalkraft an demAeqnator den 28vsten Theil der Schwere beträgt, daß der .Halbmesserdes Aeguators sich zu der halben Rotationsave der Erde wie 230 zu 229verhält, und daß die Gestatt der Erde die eines Körpers ist, der durchdie Notation einer Ellipse um seine kleine Ape entsteht.

Newton zeigte ferner, daß die wunderbaren Erscheinungen der Ebbeund Fluth des Meeres eine bloße Wirkung der Attraction des Mondes,verbunden mit jener der Sonne sind, und lehrte die Größe und Zeit der-selben bestimmen. Er erklärte die größeren Ungleichheiten der Mond-bewegungen, vorzüglich die Evection, Variation und die jährliche Glei-chung (!. H. 173) aus dem von ihm entdeckten Naturgesetze, und zeigte,- daß sie eben so eine bloße Folge dieses Gesetzes sind, wie die schnelleBewegung der Knoten und der Apsiden (I. 'H. 170) dieses Satelliten.Selbst die Präcession der Nachtgleichen (I. H. 19») stellt er, den Beob-achtungen gemäß, aus diesem Gesetze, d. h. aus der Anziehung derSonne und des Mondes auf die an ihren Polen abgeplattete Erde dar.Die Kometen betrachtete er als Himmelskörper, die in eben so regelmä-ßigen Bahnen, wie die Planeten, um die Sonne gehen, und er lehrteuns, die Elemente dieser Bahnen aus den Beobachtungen zu berechnen,wovon er selbst ein Beispiel für den merkwürdigen Kometen d. I. 1080gegeben hatre. Ueberdieß findet man noch in demselben Werke zumeisten Male die vorzüglichsten Lehren unserer Hydrostatik und Hydrody-namik oder die Theorie des Gleichgewichts und der Bewegung der Flüs-sigkeiten; tiefe und schwierige Untersuchungen über die Bewegungen festerKörper in flüssigen und luftförmigen Mitteln, über den Widerstand,welchen sie von diesen Mitteln erleiden, über die Gestalt der Körper,bei welchen dieser Widerstand am kleinsten ist, über die Bewegung derPendeln und der geworfenen Körper in widerstehenden Mitteln, über^dieFortpflanzung des Schalls in der Luft, über die Bewegung des Wachersin Röhren und Kauälen, über die Wirkungen des Lichts auf die Ele-mente der Körper u. s. w.

Dieß ist eine kurze Uebersicht des Inhalts jenes unsterblichen Wer-kes. Die Größe des Gegenstandes, den er behandelt, die edle Einfach-heit des darin aufgestellten Systems, der Scharfsinn, mi^ welchem dieseschweren Untersuchungen durchgeführt werden, und die Sicherheit, ausRechnung gegründete Sicherheit der darin aufgestellten Resultats ver-leihen den Principien einen für alle kommende Jahrhunderte dauernden

Namen.

H. 40. (Erste Aufnahme dieses Werkes.) Dieser großen Vorzüge un-ge achtet, fanden die Principien durch mehr als fünfzig Jahre nicht tueallgemeine, günstige Aufnahme, die sie in w hohem Grads verdienten;sie mußten vielmehr lange mit allen den Schwierigkeiten kämpfen, diesich der Einführung jeder neuen Wahrheit entgegen zu setzen pftegen.Tue Irrthümer und Borurtheils vergangener Jahrhunderte hatten sichselbst der bessern Köpfe bemächtigt, und diese waren es vorzitgl-ch, denndie andern verstanden es nicht, welche sich der Aufnahme desjetben ent-gegen setzten. Die sonderbare, von Descartes aufgestellte Poilosophie,die alle Erscheinungen der Natur durch Wirbel erklären wollte, hatte