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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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536
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Allgemeine Schwere. §. 28.

Astronomen mir wenig oder nichts mehr hinzufügen konnten. Diese Um-laufszeit des Atvndes um die Erde, in Beziehung auf die Firsterue oderdie sogenannte siderische Revolution desselben (I. H. 100) beträgt 27.321061',.Tage. Da er in dieser -Zeit volle 300 Grade oder 1290000 Secundenbeschreibt, so findet man leicht durch eine einfache Proportion, daß derMond in seiner Bewegung um die Erde in jeder Zeilsecunde den kleinenWinkel von 0.0479 Secunden zurücklegt. Allein man weiß, daß diehalbe Peripherie eines jeden Kreises, dessen Halbmesser für die Einheitangenommen wird, 3.1415926 Theile dieses'Halbmessers beträgt, daßalso zu einem Winkel von 648000 Secunden der Bogen 3.1415926 unddaher auch zu einem Winkel von einer einzigen Secunde der Bogen von0.0000048481 Halbmessern geHort. Mnltiplicirt man daher die letzteZahl durch 0.5479, so folgt, daß der Bogen der Mondsbahn, der vondiesem Himmelskörper in jeder Secunde beschrieben wird, gleich dem0.0000026563sten Theil des Halbmessers der Mondsbahn ist. Es ist aberaus dem Kap. V. des !. Theiles bekannt, wie man die Entfernung desMondes von der Erde durch die Beobachtung der Parallape dieses Ge-stirns findet. Diese Beobachtungen gaben die Entfernung des Mondesvon dem Mittelpunkte der Erde, oder den Halbmesser der Mondsbahngleich 60.16 Halbmesser der Erde. Mnltiplicirt man daher die beidenletzten Zahlen durch einander, so findet man, daß der Bogen, welchender Mond in seiner Bahn während jeder einzelnen Secunde zurücklegt,nur 0.0001598 Erdhalbmesser beträgt.

§>. 2s. (11-, Bestimmung des Halbmessers der Erde.) Allein diese letzteBestimmung der Entfernung des Mondes kann noch nicht zu unseremZwecke gebraucht werden. Unsere Abficht ist nämlich, den Fall der Kör-per auf der Erde mit der Bewegung des Mondes zu vergleichen, um zusehen, ob in der That beide aus derselben Ursache entspringen. Da aberdieser Fall in Toisen oder Fußen ausgedrückt ist, so müssen wir auchjenen Bogen der Mondes bahn in demselben Maaße kennen, oder mitandern Worten, wir müssen wissen, wie viel Toisen der Halbmesser derErde beträgt.

Wir haben oben (I. Kap. I. und 2.) das Vorzüglichste von dem mit-getheilt , was wir über die Gestalt und Größe der Erde wissen. AlleinNewton kannte diese Bestimmungen noch nicht, da die zu diesem Zweckeangestellten Pressungen der Erde erst nach ihm unternommen wurden.Die erste bessere Gradmessung ist die von Picard in Frankreich, der imJahre 1669, also drei Jahre nach Newton 'S Aufenthalt in Woolsthorp,den Grad eines Meridians oder den Breitengrad der Erde gleich 342360Fuß gefunden hat, woraus folgt, daß der Halbmesser der Erde 19615780Par. Fuß beträgt.

Zwar hatresschon früher, im Jahre 1615, Snellins in Holland durchs eine mit vieler Umsicht angestellte Vermessung diesen Grad gleich 330432Fuß, also zu unserem Zwecke genau genug, gefunden, aber Newtonscheint von dieser Bestimmung eben so wenig, als von der seines Lands-mannes Norwvod, Nachricht erhalten zu haben, welcher letzte im Jahre1634 den Breitengrad der Erde gleich 343800 Fuß, also noch gemuier,als selbst Picard, gefunden hatte. Auch mochte er diejenigen Werke, inwelchen von diesen damals noch neuen Messungen gesprochen wurde, inder Zurückgezogenheit seines ländlichen Aufenthaltes nicht bei der Handgehabt, und, einer damals allgemein angenommenen Voraussetzung ge-mäß, den Erdgrad in runder Zahl zu 60 englischen Meilen angenommenhaben. Da die englische Meile 4954.19 Par. Fuß enthält/so betrugalso, seiner Annahme gemäß, der Erdgrad nur 297251, und der daraus