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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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509
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§. 257. Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels. 5^;,

ihn von Außen noch umgebende Atmosphäre sehr schwach. Ueberdieß er-stickt man überall den Hang zu einer regelmäßigen, meistens kugelför-mig abgerundeten Gestalt, und Helligkeit und Verdichtung scheint durch-aus gleichen Schritt zu halten. Diese Verdichtungen der ursprünglichso weit ausgedehnten Nebelmassen scheinen in jenen Himmelskörpern ganzungewöhnlich groß zu seyn. Wenn ein 'Nebel, der früher zehn Minu-ten Durchmesser nach allen drei Dimensiouen hatte, nach vielen Jahr-tausenden sich bis zu einer Kugel von einer Minute verdichtet hat, so ister dadurch taujendmale dichter, als zuvor, geworden, und dieß ist mehr,als das Verhältniß der Dichtigkeit des Wassers zu jener der Luft. Wennaber derselbe Körper nur mehr unter dem Durchmesser von 15 See. er-scheint, so hat seine Dichtigkeit 64«000mal zugenommen, und er, derin seinem ersten Zustande an losem Zusammenhange seiner Theile viel-leicht mit unseren Luftarten noch in keinen Vergleich gebracht werdenkonnte, wird jetzt selbst die härtesten Körper der Erde, die wir kennen,an Dichte weit übertreffen.

Aber genug, und vielleicht schon mehr als genug von diesen Gegen-ständen, von welchen wir warum sollten wir es nicht gestehen?eigentlich gar keine Kenntniß haben, da sie viel zu groß und viel zuweit von uns entfernt sind, um von uns untersucht oder auch nur be-griffen werden zu können. In der That, wie klein, wie nichtig mußuns das Alles erscheinen, was wir bisher etwa groß genannt haben,wenn'wir es mit jenen bewunderungswürdigen und unbegreiflichen We-sen in Vergleichung bringen wollen. Wir selbst, die größten und mäch-tigsten von uns, verschwinden gegen unseren gemeinschaftlichen Wohnort,gegen die ganze Erde: diese Erde verschwindet wieder gegen das Son-nensystem, gegen diese zahllose Welt von Erden, und dieses Sonnensy-stem was ist es gegen jene unendliche Menge von Weltsystemen ei-ner noch viel höheren Ordnung, welche den gränzenlosen Raum des Him-mels erfüllen, und die so eben vor unserem Blicke vorübergeeilt sind.

Wir haben diesen Himmelund seineWunder, und in ihnen denAbglanz der unendlichen Allmacht des Schöpfers in seinen Werken gese-hen. Aber vermessen wir uns nicht, diese Werke auch schon nach ihrerganzen Größe erkannt zu haben. Was wir sahen, so groß es auch er-scheinen mag, ist doch vielleicht nur ein sehr kleiner Theil von dem, wasnoch keinem menschlichen Auge erreichbar war; ist nur der Vorhof desunendlichen Tempels der Natur, den noch kein Sterblicher, auch nichtmit den höchsten Mitteln der Kunst und Wissenschaft, durchdrungen hat,oder je durchdringen wird. Wer mag uns sagen, wie viele Welten nochjenseits von denen stehen, die wir, selbst durch unsere stärksten Telescope,nur mehr als schwache, dämmernde Wolken erblicken? Es ist möglich,es ist sogar wahrscheinlich, daß wir die größten Himmelskörper noch garnicht kennen, weil sie, wegen ihrer ungeheuren Masse, das Licht nichtmehr von ihrer Oberfläche ausströmen lassen. Vielleicht braucht diesesLicht, seiner entsetzlichen Geschwindigkeit ungeachtet, Jahrtausende, umvon anderen Gestirnen bis zu uns zu kommen; und vielleicht konntees von vielen derselben seit der Zeit, die unsere Erde steht, nochnicht bis zu uns gelangen. Wer weiß es, ob auch nur zu Alexan-ders oder Moses Zeiten dort oben Alles so gewesen ist, wie wir jetztes sehen, oder ob nicht vielleicht, nach anderen Jahrtausenden, derganze Himmel sich mit neuen Sonnen überziehen wird, die zwar