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Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels.
§. 267.'
über diese Gegenstände, bei denen er sonst nur ungern verweilte, weilsie der Rechnung nicht unterworfen werden können. Aber in dieser hei-teren Stunde schien ihm die Kraft der Jugend wiederzukehren , da ihndoch vielleicht nur die Redseligkeit des Alters beschlich. — Die Leser wer-den vielleicht nicht ungern hören, was ein Mann dieser Art von jenenDingen dachte.
Newton sagte mir, so erzählt Conduit, darüber Folgendes, mehr ge-sprächsweise und in Antwort auf mehrere meiner Fragen, als in fort-laufender Rede: Es ist meine Muthmaßung, denn behaupten könnte icheS nicht, daß es eine Art von Regeneration oder Umwälzung unter denhimmlischen Körpern gebe. Vielleicht gehen von der Sonne eigene Dünsteaus, die sich mit anderen Materien verbinden und nach und nach ineinen Körper sammeln, wodurch die untergeordneten Planeten oder diegegenwärtigen Satelliten entstehen. Auch diese, deren vielleicht vor demeine große Anzahl gewesen ist, sammeln sich später wieder zu einemHauptplaneten oder zu einem Kometen. Diese letzten kommen, nach man-cherlei Umläufen, der Sonne immer näher, verdichten dadurch ihre flüch-tigen Theile und stürzen endlich in die Sonne, um ihr den Verlust wie-der zu ersetzen, den sie durch den beständig von ihr ausgehenden Licht-und Wärme-Stoff erleidet. Es ist möglich, daß ein großer, auf dieseArt mit der Sonne sich verbindender Komet die Hitze der Sonne so sehrvermehren könnte, daß diese unsere Erde verbrennen und daher kein le-bendes Wesen mehr auf ihr getroffen würde. Es ist möglich, daß diewunderbaren neuen Sterne, die Hipparch, Tycho und Kevier an Stellendes Himmels , wo früher kein Stern sichtbar war, plötzlich aufflammensahen, auf diese Weise in Brand gerathen sind, und daß es einst mitunserer Sonne eben so gehen werde. — Ich glaube, daß es Wesen vonviel höheren Geisteskräften, als die unseren, gebe, welche diese Revo-lutionen der himmlischen Körper unter der Lenkung des höchsten Wesensbeaufsichtigen. — Die gegenwärtigen Bewohner unserer Erde scheinennur erst seit einer sehr kurzen Zeit da zu seyn. Zum Beweise dieserMeinung führe ich nur an, daß alle Künste, die Schrift, die Schiff-fahrt, die Malerei, die Magnetnadel u. f. erst seit einigen Jahrtausen-den entdeckt worden sind, was nicht der Fall seyn könnte, wenn dieMenschen schon von jeher da gewesen wären. Auch sieht man auf derOberfläche der Erde Zeichen von Zerstörungen, die nicht durch eine bloßeWasserflut!) bewirkt werden konnten. Ueberhaupt sehe ich alle Planetenals aus derselben Materie bestehend an, wie unsere Erde, nämlich ausErde, Wasser, Steinen, Metallen u. f. w., aber verschiedentlich ver-mengt. — Auf die Frage, warum er diese seine Muthmaßungen nichtbekannt gemacht habe, wie es doch Kepler und so viele Andere ge-than haben, antwortete er: Ich setze keinen Werth auf bloße Muth-maßungen; auch habe ich in meinen Werken darüber genug gesagt, ummeine Meinung erkennen zu lassen.
Wie es aber auch mit diesen und mit allen anderen darüber aufge-stellten Meinungen beschaffen seyn mag: so viel scheint gewiß, daß dasPrinzip der Anziehung und dessen Folge, der Verdichtung der Ma-terie, bei der Bildung jener himmlischen Wesen überall vorherrschend ist.In allen Nebeln, die einen eigentlichen Kern oder auch nur eine ent-fernte Annäherung zu einem solchen zeigen, nimmt das Licht, also auchwohl die Dichtigkeit ihrer Masse, gegen den Kern regelmäßig zu, sodaß jede den Kern umgebende, concentrische Schichte auch ihr eigene Be-leuchtung hat. Wo immer dieser Kern sehr hell erscheint, ist fluch die