Z04 Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels. §. 25s.
während er früher gewiß unsichtbar war, da kein Aströnom desselbenerwähnte, obschon ohne Zweifel alle dieses Trapez wiederholt und mitAufmerksamkeit betrachtet hatten. Ist dieser Stern an jenem Orte neuentstanden, oder ist er seitdem an Licht gewachsen? Wenige Jahre spä-ter sah der jüngere Herschel noch einen sechsten, sehr kleinen Stern beidiesem Trapez, der von -ck nur 5 bis 6 Secunden absteht.
Die Huygen'sche Region dieses Nebels liegt südwestlich vomTrapez; eine helle Stelle in der Form eines rechtwinkligen Dreiecks.Die Erleuchtung dieser Stelle ist nickt gleichförmig, sondern schuppen-oder flockenartig, nahe wie die Oberfläche der Sonne in guten Fernroh-ren erscheint; nur ist in dem Nebe! die Körnung gröber, und die Flockensind nicht rund, sondern länglich und büschelartig. Ein geübtes Augebemerkt bald, daß dieses Licht nicht von vereinten, sehr weit entferntenSternen kommen kann. Aber man wird auf die Vermuthung geleitet,als ob der Nebel hier aufgebrochen und in mehrere Theile getrennt sey.
Die schwachneblige Region steht an der Südgränze der vori-gen; eine Stelle, ganz mit schwachem Nebel bedeckt, der sich stufenweisein Dunkel verliert. Nahe bei ihr sind drei Sternchen, die nach denfrüheren Beschreibungen ehedem noch ganz innerhalb dieses Nebels la-gen, so daß es scheint, als habe der letzte sich auch von diesen Sternenzurückgezogen.
Legentil's Bucht, eine ganz finstere krumme Einbeugung, die inden früheren Zeichnungen eine andere Gestalt hatte, als jetzt.
Messier's Arm, ein weitauslaufender Nebelaft, der sich gegenSüdwest erstreckt. Ein zweiter, kleiner Arm liegt nördlicher und gebtgerade nach Westen.
Mairan's Nebel, ein abgesonderter Nebel neben dem großen.Er liegt nördlich von den beiden Armen Messier's.
Picard's Region liegt nördlich vom Trapez und gränzt an diesesund an die große Bucht, zeichnet sich durch die sonderbaren Fasern unddurch einen kleinen, nahe stehenden, isolirten Nebel aus, der sich ineinen Stern zusammen zu ziehen scheint.
Derham's Region, östlich vom Trapez. Von dem Trapez gehenStrahlen gleich Kometenschweifen aus, die sich allmählig in die zarteNebelgegend verlieren, welche, noch weiter östlich, Fouchy's Region aus-füllt. In die,er letzten verwäscht sich der Nebel allmählig bis zur völli-gen Dunkelheit.
In der beigegebenen Zeichnung, diese als das Bild eines geöffnetenThierrachens betrachtet, und den nördlichen Theil des Nebels als denunteren angesehen, steht das Trapez dickt an dem durch die großeBucht gebildeten Rachen; die Huygen'sche Region bildet die Stirnund den Hinterkopf; der letztere ist durch den Einschnitt, Legentil'sBucht, ausgezeichnet. Als untere Kinnlade des Nackens erscheint dieRegion Picard's, und gerade hinter dem Nachen liegt Derham'sRegion. Oberhalb des Rachens erstreckt sich der Schnabel des Thie-res in zwei lange Rüssel weit nach Südwest vorwärts Der obere odergrößere Rüssel ist stärker gekrümmt. Unterhalb des Schnabels endlich,in ziemlicher Entfernung von ihm, liegt Mairan's Nebel.
In dem dunkelsten Theile dieses Nebels sah Schröter öfter ein fei-nes Sternchen schimmern, und ein andermal bemerkte er in ihm einenfrüher und später nicht mehr sichtbaren, Pyramidalischen Lichtnebel. Im^zahre 1800 sah derselbe Beobachter eine große, helle Licktkugel auf einer